Kap. III, Seite 205

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Federn bedeutete, war gleichzeitig (ihrer eigenen Beschreibung gemäß) "ein weißer, bärtiger Mann". "Er war der Hohepriester von Tula, Gesetzgeber, Häuptling einer religiösen Sekte, der sich selbst die grausamste Buße auferlegte."

"Er führte den Brauch ein, sich Lippen und Ohren zu durchstechen und den übrigen Körper mit Stacheln und Dornen aufzureißen." "Er beschwichtigte mit seiner Buße den göttlichen Zorn." "In der Provinz Culan herrschte eine große Hungersnot."

"Der Heilige (dieser Gesetzgeber) hatte sich seinen Rückzugsort auf dem Vulkan Calcitepetl, oder sprechender Berg, ausgewählt, wo er barfuß auf mit Dornen bewehrten Agavenblättern lief."

"Die Regierungszeit Quezalcoatls war ein goldenes Zeitalter des Volkes von Anahuac. Die Erde brachte ohne Kultivierung die ergiebigsten Ernten hervor. Aber diese Regierungszeit dauerte nicht lang."

"Der Große Geist bot Quetzalcoatl Getränke an, die ihn unsterblich machten, ihn mit einem Sinn für das Reisen inspirierten und mit einem unwiderstehlichen Wunsch, ein entfernt liegendes Land zu besuchen, das Tlapallan genannt wurde."

Während er "zu den Ebenen Cholulas und dann an die Ostküsten Mexikos gelangte und seinen Weg vom Nordwesten nach Südosten fortsetzte, gab er den Bitten der Einwohner nach, die ihm die Zügel der Regierung anboten." Er wohnte 20 Jahre unter ihnen, lehrte sie, Metalle zu gießen, ordnete Fasten an und regulierte die Einführung des toltekischen Jahres."

"Er predigte den Menschen Frieden und ließ keine anderen Opfer für die Gottheit zu als die ersten Früchte der Ernte."

"Er verschwand, nachdem er den Cholulanern erklärt hatte, dass er zurückkehren und sie wieder regieren und ihr Glück erneuern würde."

Der Schreiber der Archaeology sagt: "Der unglückselige Montezuma (der berühmteste und ehrwürdige mexikanische Häuptling, als die Spanier das erste Mal in Mexiko ankamen) glaubte in der Person Cortez, jenem spanischen General, den Nachkommen dieses Heiligen wiederzuerkennen. 'Wir wissen aus unseren Büchern', sagte Montezuma bei seinem ersten


 

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Gespräch mit jenem spanischen General, 'dass ich und jene, die dieses Land bewohnen, nicht Eingeborene sondern Fremde sind, die aus großer Entfernung herkamen. Wir wissen auch, dass der Häuptling, der unsere Vorfahren hierherführte, für gewisse Zeit in sein ursprüngliches Land zturückkehrte, Wir haben immer geglaubt, dass seine Nachkommen eines Tages kommen würden, um dieses Land in Besitz zu nehmen. Da du von jener Region herkommst, wo die Sonne aufgeht, und da du mir versicherst, dass du uns seit langem gekannt hast, kann ich keinen Zweifel haben, dass der König, der dich sandte, unser natürlicher Meister ist." (S. 263) Es ist im Allgemeinen eine Tatsache gewesen, dass Ereignisse in der heidnischen Mythologie, die auf antike Offenbarung gegründet sind, dennoch durcheinandergebracht und mit vielen Fabeln vermischt worden sind. Vieles aus der Mythologie der Heiden wird solcher Natur zugeschrieben. Einige Ereignisse können mit Leichtigkeit auf antike Offenbarung zurückgeführt werden, während andere so fabulös sind, dass es viel schwieriger ist, sie auf solch einen Ursprung zu reduzieren. Während in dieser historischen Überlieferung der Cholulaner beträchtlich Fabeln eingewoben sind, scheint sie eine einzigartige Gelegenheit zu bieten, Spuren der inspirierten Berichte Israels zu finden.

Obwohl ihr antiker "Gesetzgeber" mit einem Namen bezeichnet wird, der Schlange mit grünen Federn bedeutet, war er doch ein Mann vor alters, ein weißer und bärtiger Mann, der von Montezuma ein Heiliger genannt wurde, der sie in dieses Land führte und sie viele Dinge lehrte. Wer anders könnte dies sein als Moses, der antike Gesetzgeber Israels? Die Indianer in anderen Regionen haben eine Überlieferung weitergegeben, nämlich dass ihre frühen Vorfahren weit weg in einem entfernten Gebiet, von dem sie herkamen, weiß waren. Und die Chololaner, so scheint es, lehren, dass sie Bärte trugen, was Tatsache war, im Gegensatz zu den Indianern, die sie mit Pinzetten auszupfen. Wie genau entspricht doch Moses diesem antiken Gesetzgeber und Häuptling ihrer religiösen Gemeinschaft.

Während Moses Aaron in das Amt des Hohenpriesters einsetzte, ist in ihrer Mythologie dieses Amt mit ihm verschmolzen. Ich werde in Bezug auf diese Punkte in ihrer Ordnung einige Bemerkungen machen. Diese religiöse Gemeinschaft unter ihrem "Gesetzgeber und Häuptling" auferlegte sich grausame Buße, was nur eine überlieferte Vorstellung von der Strenge des mosaischen Gesetzes und dieser Religion sein könnte.


 

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Der Name der Schlange mit grünem Federkleid, der diesem Gesetzgeber gegeben wurde, führt die Gedanken zu Moses' bronzener Schlange in der Wildnis und jetzt in die indianische Tradition, wo sie ihr berühmtestes Amulett ziert, und zum grünen Federkleid als "medizinischen" Gegenstand. Dieses hat sich immer als kostbarster Gegenstand in ihrer heiligen Lade und in ihrem "Medizinbeutel" in verschiedenen Stämmen befunden. Daher ist es ihr natürlichstes Symbol für die heilende Kraft, die der antiken bronzenen Schlange, die von Moses hergestellt wurde, und somit dem Namen, der ihr gegeben wurde, zugeschrieben wurde.

Diese Einführung des Brauchs durch den Gesetzgeber und Häuptling, "sich die Ohren zu durchstechen", erinnert an das bekannte Gesetz Moses, das Ohr des Dieners zu durchbohren, der nicht gewillt war, seinen Meister zu verlassen.

Diese Lehre, den Körper mit Stacheln und Dornen aufzureißen, ist ein verblüffendes hebräisches Sinnbild für die vielen selbstverleugnenden Dienste, die in den mosaischen Ritualen verlangt werden.

Sein Beschwichtigen des göttlichen Zorns könnte eine verblüffende Anspielung auf das System der mosaischen Opferungen gewesen sein, einschließlich auch der Vermittlung des Moses als eine Art Christus und Gottes Hinwegnahme seines grimmigen Zorns von Israel, als seine Fürbitte, wie es wiederholt der Fall war.

Die große Hungersnot in Culan erinnert natürlicher Weise an die große Hungersnot in Kanaan und seinen Nachbarländern, die Israel nach Ägypten brachte.

Das Zurückziehen dieses Gesetzgebers an den Ort eines Vulkans und eines sprechenden Berges führt die Gedanken zu Moses Zurückziehen in das Land Midian, an der Rückseite der Wildnis, auf dem Berg Gottes, wo Gott im brennenden Busch zu ihm sprach und später derselbe Berg in der Tat wie ein schrecklicher Vulkan erschien, wie eben ein sprechender Berg, als mitten aus dem schrecklichen Feuer und wie der Klang einer Posaune Gott seinem Volk gebot, indem er ihnen das Gesetz gab.

Das Barfußgehen dieses Gesetzgebers ist natürlicher Weise eine Anspielung auf Moses, der während der göttlichen Weisung vor dem brennenden Busch "seine Schuhe von den Füßen nahm".

Das goldene Zeitalter mit von selbst gewachsenem Ernteertrag weist natürlich auf die sieben Jahre des Überflusses in Ägypten hin und könnte auch (und besonders) die glückliche Periode


 

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während der Theokratie in Israel anspielen, und auf die Fruchtbarkeit des Landes, in dem Milch und Honig flossen, während das Volk Israel mit Gott wandelte.

Dass er den Menschen Frieden predigte und "der Gottheit die ersten Früchte der Ernte" opferte, spielt auf das Predigen des Evangeliums unter dem Alten Bund an, und auf die bemerkenswerte Einrichtung des Opferns der ersten reifen Frucht, ein Ritual, das die verschiedenen Indianerstämme höchst gewissenhaft einhielten, wie schon gezeigt wurde.

Dass er der Bitte des Volkes nachgab, das ihm die Zügel der Regierung anbot, und dass er sie nützliche Dinge lehrte, könnte eine allgemein überlieferte Rückschau auf Moses Regierung über Israel und die sich daraus ergebenden Vorteile gewesen sein. Sie würden natürlich jede Kenntnis von nützlichen Künsten und der Astronomie, die sie hatten, auf ihren berühmten Häuptling zurückführen.

Des Ende des goldenen Zeitalters offenbart verblüffend die Vertreibung Israels aus jenem glücklichen Land.

Das Übergeben eines Getränks, das Unsterblichkeit bewirkte, ist eine beeindruckende Darstellung der Unsterblichkeit der menschlichen Seele, wie sie in antiker Offenbarung gelehrt wird.

Und die Erzeugung eines starken Wunsches, in eine entfernte Region der Welt überzusiedeln, ist eine höchst natürliche Überlieferung der Tatsache, dass Israel den Hang hatte, von dem Standort in Media, wo sie zuerst einquartiert wurden, als sie aus Kanaan weggeführt wurden, in einen abgelegenen und unbekannten Teil der Welt auszuwandern (was sie auch tatsächlich taten), wo sie der Kenntnis der zivilisierten Menschheit ausgestoßen und verloren gegangen waren, wie es tatsächlich der Fall war.

Und dass sie aus dem Nordwesten nach Mexiko kamen, weist darauf hin, in welche Region und in welche Richtung sie kamen, nämlich über die Beringstraße nach Amerika und südwärts durch den Kontinent. Dies ist im Einklang mit den Aussagen Robinsons, Humboldts und den intelligentesten Schreibern über indianische Überlieferungen. Alle lassen sie von den Nordwestküsten Amerikas herkommen.

Der ehrwürdige Montezuma (über den die Herzen so oft geblutet haben) war vorbereitet, den blutdürstigen, plündernden Cortez und seine Heere in seine Arme zu empfangen, und er glaubte ihnen, dass sie von ihrem antiken Gesetzgeber (im


 

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entfernten Teil der Welt, von dem sie kamen) gesandt worden waren, um wieder über sie zu regieren und sie glücklich zu machen! In Hülle und Fülle versichert uns die indianische Tradition, dass dies im Einklang mit ihr steht.

Israel hatte in Moses über "ihre Verstreuung durch Gott von einem Ende der Erde bis an das andere" und ihrer Wiederherstellung gelesen. Amos, der Prophet für Israel, hatte ihnen versichert, dass Gott sie sammeln wird, nämlich durch einen "Hunger nach dem Wort von Norden bis Osten, von Meer zu Meer", während sie über den riesigen Kontinent zwischen jenen größten Meeren hin- und herwandern, und er hatte ausdrücklich wie auch andere Propheten vor ihrer Vertreibung vorhergesagt, dass sie wieder hergestellt würden. Dann würden sie natürlich diese Gedanken mit sich nehmen und in ihren zerbrochenen Traditionen überliefern. Sie würden die Erwartung bewahren, dass das Wesen, das sie verbannte, einst auf irgendeine Weise wieder erscheinen und ihren Zustand verbessern würde. Und unsere eingeborenen Amerikaner haben im Allgemeinen, oder wenigstens all die intelligentesten unter ihnen (zusammen mit dem ehrwürdigen Montezuma) etwas von diesen Gedanken bewahrt. Oft hatten wir von Indianerhäuptlingen und anderen aus verschiedenen Regoionen die Information, dass sie es auf Grund ihrer Überlieferungen immer so verstanden hatten, dass die Zeit kommen wird, die sie glücklicher machen wird. Dieselbe Überlieferung ließ die gealterte Frau des Indianerhäuptlings (wie von unseren Missionaren erzählt) folgendes sagen, nachdem die Missionare ihr Anliegen dargelegt hatten: "Wir haben es immer so verstanden, dass irgendwann gute Menschen kommen und uns den rechten Weg lehren sollten. Wie können wir wissen, dass diese jene guten Menschen sind, die gekommen sind, uns belehren?"

Welche andere Erklärung kann man für diese Erwartungshaltung geben, die von Eingeborenen weitergegeben wurde, als dass sie sie von den antiken Propheten Israels herbekommen haben und aus der Tatsache, dass Gott ihnen den ewigen Besitz des Landes Kanaan verheißen und sie wiederholt in vergangener Zeit aus ihrem Zustand der Knechtschaft und Gefangenschaft wieder hergestellt hatte.

Dieses Stück ägyptischer Mythologie, das erklärt worden ist und das als das geheimnisvollste erklärt wird, kann wahrscheinlich nicht rational erklärt werden, wenn man es einem tatarischen Ursprung oder einem anderen östlichen


 

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Volk außer Israel zuschreibt. Aber schreibt man es Israel zu, dann ist alles höchst überzeugend, und es enthält solche Tatsachen, die man in solch einem Fall erwarten würde. Stammen unsere Eingeborenen von Israel ab, dann kann man natürlich erwarten, dass die erleuchtetsten unter ihnen eine gewisse Überlieferung ihres berühmten Gesetzgebers Moses besitzen würden. Diese Cholulaner befanden sich wahrscheinlich unter den erleuchtetsten. Und hier haben wir ihren antiken Gesetzgeber, der eine überlieferte Ansammlung von verschiedenen, unterschiedlichen, religiösen Insignien des antiken Israel trägt.

Dies erinnert an das Zeugnis des Baron Humboldt, wie zuvor erwähnt, der, von den "theokratischen Regierungsformen" von Zac, Bogota und Peru sprechend, die Überlieferung der ersteren erwähnte und dass sie von einer "geheimnisvollen Person" gegründet worden ist, die gemäß der Tradition der Mozcas (wahrscheinlich Anhänger von Moses) "vor 2000 Jahren im Tempel der Sonne in Sogamozo lebte". Nichts kann natürlicher sein, als dies als eine überlieferte Kenntnis von Moses anzusehen, wie er in Israel in der Wildnis amtierte. Der Ort ihres mysteriösen Gründers war in Sogamozo, das sich vielleicht mit Sagan Moses erklärt, wie zuvor erwähnt.

Diese ihre Überlieferung in Bezug auf ihren antiken Gesetzgeber und die Struktur ihrer Pyramiden, die denen in Ägypten so ähnlich ist., lässt vieles in Bezug auf den Ursprung dieses Volkes vermuten. Könnten die Befürworter der tartarischen Abstammung so viel zugunsten ihrer Hypothese finden, könnten sie wirklich die Tatsache auf den Tisch legen, dass die gesamte tartarische Rasse in alter Zeit über eine Reihe von Jahrhunderten eine Ausbildung in der Kunst des Herstellens von Ziegeln und Pyramiden, wie man sie in Amerika findet, genossen hatte (wie wahrscheinlich die Kinder Israels in Ägypten), wie energisch würden sie diese Argumente anführen, um zu zeigen, dass die Urheber jener Pyramiden Amerikas tatarischen Ursprungs gewesen sein müssten! Und in der Tat wäre darin nach meiner demütigen Meinung viel mehr Kraft zugunsten ihrer Hypothese als bei allen Argumenten, die sie je anführen konnten.

Ich werde aus den Tatsachen, die in der Archaelogy geliefert werden, ein weiteres Argument anführen, um zu zeigen, dass die anmerikanischen Ureinwohner von den Stämmen Israels abstammen. Das Argument ist eine Überlieferung über die Dreieinigkeit des Großen Geistes. Beweise


 

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verschiedener Art und aus verschiedenen Regionen in Bezug auf solch einen Gedanken, werden zu Tage gelegt, was nicht heißt, dass der Schreiber der Archaeology diese Bedeutung darin sieht: Ein indianischer Gegenstand, der von diesem Schreiber ein "dreieiniges Gefäß" genannt und als religiöser Gegenstand und als ein Symbol ihrer Gottheiten erwähnt wird, das an den Gabelungen des Cumberland-Flusses im Schwemmland vier Fuß unter der Oberfläche gefunden wurde. Man kann es jetzt sehen und eine perfekte Zeichnung davon kann man in der Archaeology sehen. Es besteht aus feinem Lehm heller [nicht lesbar] -farbe, die durch die Hitze des Feuers entstanden ist, und Teile davon sind zinnoberrot bemalt, und die Farbe ist brilliant. Das Inhalt des Gefäßes beträgt ungefähr einen Quart [1,136 l] und hat folgende Gestalt. Das Oberteil ist ein hohler Stiel von 3 Zoll im Durchmesser und wächst nach unten wie ein Kürbis an. Auf der Bauchung befindet sich das genaue Abbild dreier menschlicher Köpfe. und jedes ist mit der Rückseite des Kopfes auf dem Gefäß miteinander verbunden und jedes Gesicht ist zu einem Dreieck nach außen gerichtet, und jedes hat die gleichen Ausmaße. Die Ausführung der Gesichter und ihre Ausdrücke sind exzellent, so dass (sagt der Schreiber) "sogar ein moderner Künstler über das Werk stolz sein könnte". Der Schreiber der Archaeology denkt darüber, dass es ein Symbol für drei ihrer Hauptgötter sei, und er scheint zu denken, daraus ein Argument zugunsten dessen ableiten zu können, dass die Eingeborenen von Ostindien ausgezogen seien. Über dieses Dreieinigkeits-Gefäß sagt er: "Repräsentiert es nicht die drei Hauptgötter Indiens: Brahma, Vishnu und Shiva?" Dies scheint sicher weit hergeholt zu sein! Warum sollten sie jene drei ostindische Götter mehr repräsentieren als andere drei heidnische Götter auf Erden? Brahma, Vishnu und Shiva sind drei verschiedene, eingebildete Götter. Aber dieses Dreieinigkeitsgefäß ist ein gesamtes Ding. Es muss eher dazu geschaffen worden sein, einen Gott mit drei Gesichtern oder Wesensarten zu repräsentieren. Eines der Gesichter stellt eine alte Person dar, die anderen beiden zwei jüngere Personen. Das Gefäß steht auf den drei Hälsen dieser drei Köpfe, wobei jeder vom Grund des MIttelteils des Gefäßes 1 1/2 Zoll vorspringt. Wenn der Schreiber der Archaeology sich vorstellen kann, darin eine Nähe zu den ostindischen Anbetern von Brahma, Vishnu und Shiva zu erkennen, so kann es mir sicherlich


 

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erlaubt sein zu vermuten, dass dort eine verblüffende Nähe zu den antiken Anbetern des einen Jehova in drei Personen besteht, wie im alten Israel. Dieser Gedanke ist völlig mit dem Gedanken im Einklang, dass unsere Eingeborenen die Nachkommen Israels sind, dass dieses dreieinige Gefäß ein beabsichtigtes Symbol des dreieinigen Gottes Israels ist. Die Lehre von den mysteriösen Drei in dem einem Gott Israels verläuft durch die Bibel - das Alte Teatament ebenso wie das Neue. Über diese Vielheit in ihrem einen Gott hat Israel immer von den Tagen Moses an gelesen. Sie fanden in Gottes Namen eine Vielheit und in verschiedenen Benennungen. Sie fanden ihn im Plural, wir und uns, sprechend. Sie fanden heraus wer dieser Plural war: Gott, der Nachkomme der Frau und der Geist Gottes, immer drei und nur drei. Sie hatten gelesen: "Der Herr sagte zu meinem Herrn, setze dich zu meiner Rechten." In den ersten drei Kapiteln ihrer Bibel fanden sie diese drei in Gott, genauso wie in allen nachfolgenden Teilen ihres heiligen Buches.

Lange Zeit hatte Israel eine Fülle einer solchen heiligen Redeweise wie folgt gelesen oder vorlesen gehört, worüber antike Kritiker uns versichern, dass sie von einer mysteriösen Dreieinigkeit in einem Gott erzählt: "Sie, Gott, ließen mich umherwandern" im Hebräischen. "Gedenke nun deiner Schöpfer in den Tagen deiner Jugend.""Denn deine Schöpfer ist deine Ehemänner." "Das Wissen der Heiligen (im Hebräischen Plural) ist Verständnis." Substantive, Adjektive und Verben, die sich auf Gott beziehen, fand man in Hülle und Fülle in der Pluralform vor, und dennoch wird jedem absolute Göttlichkeit zugesprochen. Ihr Kind, das geboren werden sollte war "der mächtige Gott des ewigen Vaters". Und ihr Geist des Herrn, von dem sie als Wesen gelesen hatten, der den Himmel schmückte, der die Welt erschuf. Über diesen mysteriösen Drei-in-Einem-Gott hatte Israel immer gelesen und gehört. Wenn die Intelligenten unter ihnen an Gott dachten, musste diese dreieinige Sicht über ihn vertraut gewesen sein. Und wenn ihre entfernten Nachkommen die Kenntnis des Lesen verloren hatten (oder verlieren), ist es natürlich, anzunehmen, dass sie ein Symbol erschaffen würden, um die Erinnerung an ihren Gott fortbestehen zu lassen. Die Indianer sind dafür bekannt, großen Gebrauch von Hieroglyphen und Figuren der Sprache zu machen, und sie


 

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formen sie nie ohne einen Zweck. Da Umstände darauf hinweisen, dass dieses dreieinige Gefäß ein religiöses Symbol war, wie der Erzähler es glaubt, so bietet es ein Argument von gewissem Gewicht, dass seine Erfinder Israeliten waren.

Ein weiteres Argument, das in dieselbe Richtung geht, ist folgendes: Der Schreiber sagt in der Archaeology: "Eine Tatsache, die ich hier erwähnen möchte: Wann immer es eine Gruppe von Tumuli gibt, sind drei von ihnen größer als die Übrigen und stehen an den herausragendsten Plätzen. Drei solche kann man in einer Reihe an der Nordseite Detroit stehen sehen. - Drei solche sieht man in der Nähe von Athens und an sehr vielen Stellen entlang des Ohio-Flusses. Es gibt drei solche in der Nähe der Stadt Piketon. 'Waren sie nicht Altäre (fragt er), ihren Hauptgöttern geweiht?'" Erlauben Sie mir zu antworten: Sie sind viel wahrscheinlicher Symbole gewesen, die dem einen dreieinigen Gott Israels geweiht waren.

Ein weiteres Argument, das in dieselbe Richtung geht, ist folgendes: Der Schreiber sagt in der Archaeology: "Eine Tatsache, die ich hier erwähnen möchte: Wann immer es eine Gruppe von Tumuli gibt, sind drei von ihnen größer als die Übrigen und stehen an den herausragendsten Plätzen. Drei solche kann man in einer Reihe an der Nordseite Detroit stehen sehen. - Drei solche sieht man in der Nähe von Athens und an sehr vielen Stellen entlang des Ohio-Flusses. Es gibt drei solche in der Nähe der Stadt Piketon. 'Waren sie nicht Altäre (fragt er), ihren Hauptgöttern geweiht?'" Erlauben Sie mir zu antworten: Sie sind viel wahrscheinlicher Symbole gewesen, die dem einen dreieinigen Gott Israels geweiht waren.

Die zahlreichen antiken Einwohner am Mississippi gehörten derselben Rasse an wie jene in Mexiko und Peru. Und die letzteren haben ähnliche Vorstellung von dem dreieinigen Gott zu Tage gelegt. Der Schreiber der Archaeology sagt über jenes antike Volk am Mississippi: "Ihre religösen Rituale waren, so glaubt man, dieselben wie jene in Mexiko und Peru." Und ferner bemerkt er: "Clavigere, der mit der Geschichte der Mexikaner und Peruaner gut vertraut war, behauptet die Orte aufzeigen zu können, von denen her sie auswanderten, etliche Orte, an denen sie verweilten, und die Zeitdauer ihres Verbleibs dort. Ihm gemäß kamen sie 648 in Mexiko an und kamen über den Pazifik, nicht weit von der Beringstraße entfernt." Somit gehörten diese Völker alle zu einer Familie.

Und der Schreiber der Archaeology spricht davon dass die eingeborenen Südamerikaner drei Hauptgötter hätten. Er sagt: "Einer der Hauptgötter der Südamerikaner wurde mit einem Namen bezeichnet, der Gott des glänzenden Spiegels bedeutet. Er war angeblich ein Gott, der seine eigenen höchsten Vollkommenheiten widerspiegelte, und er wurde durch einen Spiegel dargestellt, der in jenem Land aus poliertem Obsidian hergestellt wurde, oder wie unsere aus Glimmer. Die Seltenheit von Obsidian, das ein vulkanisches Erzeugnis ist, könnte


 

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sehr gut die Ursache für sein Nichtvorhandensein in diesem Land sein. Die zahlreichen Vulkane in Südamerika sind dort gleichermaßen für die Fülle an Spiegeln aus Obsidian verantwortlich. Diese Gottheit wurde als eine dargestellt, die sich ewiger Jugend und Schönheit erfreut. Andere Götter hatten Abbilder, die in mexikanischen Tempeln auf Sockeln standen, und dieser eine hatte in seinem einen Spiegel. Diese Gottheit wurde ehrfurchtgebietend als dieser große und unbekannte Gott des Universums verehrt. Wer kann hier nicht (fährt der Schreiber fort) eine deutliche Spur von einer Kenntnis des wahren Gottes entdecken, die durch Überlieferung von den ersten Patriarchen hergeleitet wurde?" Wir können wahrhaftig mit diesem Schreiber ausrufen: "Wer kann hier nicht eine gewisse Kenntnis vom wahren Gott Israels und eine offenkundig überlieferte Vorstellung über ihn entdecken?" Aber wer entdeckt nicht ebenso, dass das, was der Schreiber die drei Hauptgötter der Südamerikaner nennt, in Wahrheit nur ein Gott ist - der große, unbekannte Gott des Universums? Es wurde hier oder anderswo kein Beweis zu Tage gefördert, dass jenes Volk an drei Hauptgötter glaubte, außer dass die Abbilder der anderen beiden Götter auf Sockel gestellt waren und der Spiegel, der den anderen repräsentierte, nicht. Aber daraus ist nicht erwiesen, dass sie an drei verschiedene Götter glaubten oder die Erbauer dieses Tempels eine solche Sache geplant hätten. Die Anschauung, die sie von dem Gott des Spiegels hatten, zeigt, dass sie nicht an drei Hauptgötter glaubten. Und es wird in der ganzen Welt bezeugt, dass die große Masse der Indianer Amerikas nur an einen großen, allerhöchsten Geist glaubten. Aber dennoch, wenn sie diesen einen Gott repräsentierten, gibt es etwas dreifältiges in ihm. Die Südamerikaner mussten drei Tempel haben, während sie dennoch nur einen Tempel des Spiegels oder des höchsten Gottes hatten. Die Nordamerikaner mussten drei (und nur drei) riesige, hohe Plätze oder Pyramiden an einem Ort haben. Und der Schreiber informiert, dass man nur in einem von ihnen den Spiegel findet, wie in den drei Tempeln Südamerikas nur einer den Spiegel aufweist. Das Dreieinigkeits-Gefäß erklärt die Vorstellung: Drei Köpfe zu einem verbunden, drei Gesichter, aber nur ein Gefäß, das eine eines alten Mannes, die anderen beiden jünger. Hier finden wir die Überlieferung in Bezug auf ihren einen Großen Geist - Gott, den Shiloh und den Geist. Und diese Ansicht wird ferner


 

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durch folgende Tatsache bestätigt, die auch in der Archaeology dargelegt wird. Es wurde ein weiteres Symbol in einem Tumulus in der Nähe von Nashville, Tennessee gefunden, und es befindet sich jetzt im Museum Mr. Cliffords aus Lexington, Kentucky. Es ist aus Lehm geformt, wie das zuvor erwähnte Dreieinigkeits-Gefäß, und es soll drei Ansichten von einem Menschenkopf und Körper bis zur Mitte mit dicht am Körper abgetrennten Armen darstellen. Es liefert eine Seitenansicht von einem dieser Köpfe mit strengen und gut ausgeprägten Gesichtszügen.

Es zeigt die Vorderseite einer weiteren Person und eine Ansicht der Rückseite von Kopf und Schultern der dritten. Jeder Kopf trägt ein Lendenstück und einen Kuchen und das Haar ist versilbert. Dies wurde vom Schreiber für ein religiöses Symbol gehalten. Die Figuren stehen wie bei dem Dreieinigkeits-Gefäß auf einer Platte. Sie werden als Muster für ein und dasselbe Objekt gehalten. Da gut gesichert ist, dass die Indianer an einen allerhöchsten Gott glauben, kann man von ihnen nicht sagen, dass sie an drei Hauptgötter glauben. Darüber gibt es keinen Beweis, außer in diesen verschiedenen Dreieinigkeits-Symbolen. Und diese, so ist man sich einig, weisen auf nichts anderes hin als auf ihren antiken Glauben an den dreieinigen Gott Israels.

Der Leser soll sich hier an den Bericht erinnern, den Rev. Mr. Chapman in der Union-Mission über die Osage-Indianer abgeben hat. Ihre religiösen Bräuche erklärend, als sie dabei waren, einen Friedensvertrag abzuschließen, sagt er: "Ungefähr zwei Fuß voraus und in einer Linie mit dem Pfad, befanden sich drei Grasbüschel, die geschnitten worden waren und ungefähr im Abstand von drei Fuß aufgehäuft waren, als Symbol für ihn, den sie anbeteten." Hier befand sich der Standplatz für den Priester, um zu stehen und zu beten. Und dann müssen alle Indianer auf jeden dieser Grashaufen treten. Nach ungefähr 40 Ruten [201,2m] hielten sie an und formten aus Gras ein weiteres Symbol für den Großen Geist, einen Kreis von ungefähr vier Fuß im Durchmesser. Hier wurde ein weiteres langes Gebet dargebracht. Nachdem jeder auf den Kreis getreten war, gingen sie weiter. Der Häuptling informierte, dass dies beides Darstellungen ihres Gottes wären. Mr. C. bemerkt über das Ereignis: "Vielleicht kann sich der Interessierte vorstellen, dass in der erwählten Anzahl der Träumer eine blasse Andeutung auf die verlorenen Stämme Israels entdeckt werden könnte (worüber er vorhergehend ausgeführt


 

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hatte) und auf die Dreinigkeit in den Bündeln und im Kreis aus Gras!" Diese verschiedenen indianischen Überlieferungen aus entfernten Regionen des Kontinents und verschiedenen Zeitaltern scheinen einen gewissen verblüffenden Beweis zu liefern, dass sie tatsächlich traditionelle Eindrücke von ihrem einen Großen Geist überlieferten, der aus einer Dreieinigkeit besteht! Konnte man ein solch großes Argument zugunsten dessen finden, dass die Indianer von den Tartaren abstammten? Die Vertreter für eine solche Herkunft würden ein solches Argument sicher an die große Glocke hängen. Es kann keine andere vernünftige Schlussfolgerung aus diesen verschiedenen und deutlichen Dreieinigkeitssymbolen für ihren Großen Geist gezogen werden, als dass sie von antiker Offenbarung in Israel herstammen, die gänzlich den einen Gott Israels darstellen als Gott, den Herrn und den Geist des Herrn - Gott, der Same der Frau, die dem "mächtigen Gott" entspricht, und der Geist! Außer diesem kann über diese verschiedenen indianischen Symbole ihres Gottes keine vernünftige Erklärung gegeben werden.

Diese Symbole von ihrem einen Gott erklären die bekannten Dreieinigkeits-Symbole der anderen antiken Indianer weiter südlich und in verschiedenen Regionen, das Dreieinigkeits-Gefäß der drei Gesichter, drei weitere Gesichter, und die drei Hauptpyramiden und die drei Tempel, von denen einer den Spiegel enthält. Diese drei Grashaufen in ihren Sinnbildern für Gott sollen nicht "die drei Hauptgötter Indiens - Brahma, Vishnu und Shiva - darstellen", wie über die südlichen Dreieinigkeits-Symbole (ohne jeden Beweis) gemutmaßt worden ist. Aber die Indianer informieren ausdrücklich: "Sie sind ein Symbol für ihn, den sie anbeteten." Und derselbe eine Gott der Indianer wurde in denselben indianischen Ritualen mit drei Grasbündeln symbolisiert, und auch durch einen Graskreis mit einem Grashaufen in der Mitte. Somit haben wir aus verschiedenen Indianerregionen, verschiedenen Zeitaltern und einer Vielzahl von Symbolen eine vollständige Einheit von Beweisen über eine indianische Überlieferung der Dreieinigkeit ihres Gottes. Und dies ist der Gott, dessen sie sich als das Oberhaupt ihres Volkes rühmen, der Gott, der ausschließlich mit ihren antiken Vätern den Bund geschlossen hatte. Dies hat sich aus einer Fülle von Zeugnissen erwiesen und das folgende soll noch hinzugefügt werden. Der gefeierte Boudinot informiert, dass, während er aiuf dem Regierungssitz saß, zu einer gewissen


 

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Zeit Häuptlinge und führende Personen aus sieben verschiedenen, entfernten Indianerstämmen anwesend waren. Er sagt, dass er sehr erfreut war, am Sabbat ihr gesittetes Verhalten zu sehen. Sie hatten erfahren, dass dies ein Tag wäre, an dem das weiße Volk den Großen Geist anbetete. Ein alter Häuptling sprach sehr andächtig zu seinen roten Brüdern. Mr. Boudinot fragte den Übersetzer, was er sagte. Er antwortete: "Im Wesentlichen sagte er, dass sich die große Liebe, die der Große Geist immer hat, den Indianern kundgetan hat, dass sie sich unter ihrer direkten Leitung befänden, und dass sie ihn daher dankbar anerkennen, seinen Gesetzen gehorchen, seinen Willen tun und alles vermeiden sollten, das ihm missfiele."

Einige Leser haben gesagt: "Wenn die Indianer zu den Stämmen Israels gehören, werden bald einige Ausschlag gebende Beweise ans Licht kommen." Dies könnte der Fall sein. Aber welche Art von Beweisen sollen wir erwarten? Müssen einige Wunder geschehen? Im Allgemeinen denkt man, dass die Tage der Wunder vorüber sind. Wahrscheinlich sollte man in diesem Fall keine Beweise erwarten, aber sie erwachsen ganz natürlich aus dem Wesen des Themas und der Situation Israels. Würden Beweise, wie der folgende, als ausreichend erachtet werden? Angenommen man würde eine führende Person in Israel - wo immer sie sein mögen - finden, die einige biblische Fragmente in antiker hebräischer Schrift hätte. Dieser Mann stirbt und sie werden mit ihm auf eine Weise begraben, die sie über lange Zeit erhalten lässt. Einige Leute entfernen später diese Erde, entdecken dieses Fragment und erkennen, was es ist, nämlich ein Gegenstand aus dem alten Israel. Würde ein solches Ereignis in Verbindung mit den überlieferten Beweisen, die zu diesem Thema schon ans Licht gekommen sind, als von großem Gewicht erachtet werden? So etwas könnte wahrscheinlich schon zugunsten dessen geschehen sein, dass unsere Indianer zu Israel gehören.

Der Rev. Dr. Griffin, Präident des Williams College, teilte dem Schreiber, während er seine erste Ausgabe von View of the Hebrews vorbereitete, folgenden Bericht mit der Erlaubnis mit, ihn in sein Buch einzufügen, wenn es ihm gefiele. Der verstorbene, ehrwürdige Dr. Boudinot erklärte Dr. Griffin, dass der Rev. S. Larned (der in New Orleans starb) ihn informierte, dass, während er in Pittsfield, Mass.,


 

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- seinem Geburtsort - lebte, nachdem er das College verlassen hatte, in Pittsfield von einem seiner Nachbarn wahrscheinlich aus einem Indianergrab in einer Hülle aus Häuten einige beschriebene Pergamente ausgegraben wurden. Er brachte diese Pergamente, die er erhalten hatte, nach Boston, ließ sie dort lesen und fand heraus, dass sie mit den Pergamenten übereinstimmten, die in jüdischen Gebetsriemen verwendet wurden und in gutem Hebräisch geschrieben waren. Mr. Larned fügte hinzu, dass er sie bei Rev. Dr. Elliot aus Boston ließ. Dr. Boudinot erhielt von Mr. Larned die Erlaubnis, sie zu verschicken und sie an sich zu nehmen. Er verschickte sie, aber konnte sie aus irgendwelchen Gründen nicht bekommen. Bald danach starb Dr. Elliot und in dieser Sache wurde nichts mehr unternommen. Als der Schreiber diese Information von Mr. Griffin bekam, schrieb er an Rev. Dr. Humphrey, der damals Geistlicher in Pittsfield war, und fragte ihn, welche weitere Information man über diese Sache erhalten haben könnte. Er schickte eine Antwort. Es war gerade in der Zeit, als er seine Leute wegen der Präsidentschaft über das Amherst-College verließ, und er konnte diesem Thema nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Er stellte aber beträchtliche Nachforschungen an, aber ohne viel Erfolg. Aber er informierte, dass er sich genau erinnern könnte, dass er, kurz nachdem er nach Pittsfield kam und die Pergamente gefunden wurden, eine Menge darüber hat reden hören. Und er erinnert sich an den Eindruck, dass damals gesagt wurde, dass wahrscheinlich einige Juden diese Pergamente dort verloren hatten. Der Autor schrieb auch an J. Everts, Esq.aus Boston mit dem Wunsch an ihn, ob er danach schauen könnte, ob man diese Pergamente finden könnte. Es kam die Antwort zurück, dass sie sich damals in den Händen der Antiquarian Society befanden. Er erklärte auch dasselbe wie Mr. Humphrey, dass man annimmt, dass sie von einigen Juden zurückgelassen worden sind. Der Schreiber, der später über diese Sache mit einem angesehenen Geistlichen im Zentrum des Staates New York sprach, wurde von ihm informiert, dass er von der Entdeckung dieser Pergamente gehört hätte, aber dass bekannt war, dass ein Jude aus Deutschland in Pittsfield gewohnt hatte und sie wahrscheinlich verlor. Ein anderer vermutete, dass die Juden einen Brauch hätten, ihre Gebetsriemen zu vergraben, was dieses Phänomen erklären könnte. Das öffentliche Bewusstsein ist in Bezug auf diese Pergamente somit zur Ruhe gebracht worden. Der


 

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Schreiber beschloss, auf das Thema keine weitere Aufmerksamkeit zu verwenden. Aber als er von jemandem den Rat bekam, den er sehr achtete und der den Verdacht hatte, dass da etwas sein könnte, das noch nicht untersucht worden wäre, unternahm er eine Reise nach Pittsfield. Er machte sich die Mühe, sich bei den ersten Personen jener Stadt zu vergewissern, ob je bekannt war, dass in Pittsfield ein Jude gewohnt hatte oder gewesen war? Verschiedene alte Leute wurden befragt und solche, von denen man dachte, dass sie am wahrscheinlichsten eine korrekte Antwort geben könnten - ein oder zwei, die von den ersten Jahren der Besiedlung des Ortes dort gewesen waren. Alle verneinten, dass je ein Jude in Pittsfield bekannt war, wie sie glaubten, bis Rev. Mr. Frey einige Wochen zuvor dort war. Dann wurde der Mann gefunden, der die Pergamente zuerst entdeckte. Dies war Joseph Merrick, Esq., eine hochangesehene Person in der Kirchengemeinde Pittsfields und in der Grafschaft als Geistlicher vor Ort. Mr. Merrick gab folgenden Bericht, nämlich dass er 1815, als er den Boden unter dem Standort eines Holzschuppens und in der Nähe ebnete, einem Platz der ihm gehörte, der auf Indian Hill lag (ein Ort, der in Pittsfield so genannt wurde und der, wie der Schreiber später informiert wurde, in einiger Entfernung von der Mitte der Stadt lag, wo Mr. Merrick jetzt lebt.). Er pflügte und schuf alte Stücke und Erde bis auf eine gewisse Tiefe fort, da die Oberfläche der Erde uneben erschien. Als die Arbeit getan war und er über den Ort spazierte, entdeckte er an einer Stelle, wo die Erde am tiefsten gepflügt war, eine Art schwarzen Riemens, der ungefähr sechs Zoll lang und 1 1/2 Zoll breit und irgendwie dicker als das Leder eines Zügels war. Er erkannte, dass er an jedem Ende eine Schlaufe aus einem harten Material hatte, wahrscheinlich um ihn daran tragen zu können. Er brachte ihn nach Hause und warf ihn in eine alte Werkzeugkiste. Später fand er ihn aus der Tür hinausgeworfen und verbrachte ihn wieder in die Kiste. Nach einer gewissen Zeit, dachte er, er sollte ihn untersuchen. Er versuchte, ihn aufzuschneiden, und merkte, dass er hart wie Knochen war. Er hatte schließlich Erfolg, ihn aufzuschneiden, und entdeckte, dass er aus Stücken dicker, roher Haut zusammengenäht und mit Sehnen irgendeines Tieres wasserdicht gemacht worden war, und in der Falte


 

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enthielt er vierfach gefaltete Blätter aus altem Pergament. Diese Blätter waren dunkelgelb und enthielten eine Art von Schrift. Einige Nachbarn sahen und untersuchten sie. Eines der Pergamente zerrissen sie in Stücke, die anderen drei rettete er und übergab sie Mr. Sylvester Larned, der damals Absolvent in der Stadt war, der sie nach Cambridge brachte und sie untersuchen ließ. Sie waren mit einer Feder in Hebräisch beschrieben, in klarer und lesbarer Schrift. Folgendes ist ein Auszug aus einem Brief von Mr. Larned an Mr. Merrick über dieses Thema.

"Sir, ich habe die Handschrift auf den Pergamenten untersucht, die sie mir freundlicher Weise gegeben hatten. Nach einiger Zeit und unter großen Schwierigkeiten und mit Hilfe habe ich ihre Bedeutung ermittelt, die wie folgt ist (ich habe die Manuskripte nummeriert):

Nr. 1 Die Übersetzung findet sich in Deut. 6:4-9.

Nr. 2 Deut. 6:13-21

Nr. 3 Exodus 8:11-16

Ich bin usw.

SYLVESTER LARNED


 

Der berühmte Calmet informiert, dass obige genau die Schrifttexte sind, die die Juden auf drei von vier Blättern des Gebetsriemens schrieben., woraus angenommen werden kann, dass das viete Blatt, das in Stücke gerissen wurde, den Text enthielt, der zum vierten Blatt gehört. Die Blätter ihrer Gebetsriemen waren immer vier. Calmet sagt über den Gegenstand Gebetsriemen: "Dieses Wort aus dem Griechischen bedeutet Schutzmittel. Diese Gebetsriemen waren kleine Schachteln oder Rollen aus Pergament, worauf bestimmte Worte des Gesetzes geschrieben waren. Diese (Schachteln oder Rollen, die ihre vier Pergamentblätter enthielten, auf denen ihre Texte geschrieben waren) trugen sie auf ihrer Stirn und am Handgelenk ihres linken Arms. Sie gründeten diesen Brauch auf Exodus 8: 9, 16."

Verschiedene Autoren, die von Calmet erwähnt werden, stimmen zu, dass die Gebetsriemen in Israel seit den Tagen Moses benutzt wurden.


 

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Mr. Merrick informierte, dass ein Dr. James in Pittsfield lebte, als diese Pergamente gefunden wurden, und sich sehr an diesem Ereignis interessiert zeigte. Bald zog er nach New York um. Er informierte später Mr. Merrick, dass er diese Sache einem gealterten Juden vorgetragen hatte, der sich ebenfalls an dem Ereignis interessiert zeigte und der, nachdem er sich einige Zeit mit dem Thema befasst hatte, zu dem Schluss kam, dass er diese Blätter, die in solch einem Zustand in Pittsfield gefunden wurden, keinem jüdischen Brauch zuschreiben könnte.

Ich fragte Mr. Merrick, ob er je von einem Juden gewusst hätte, der in Pittsfield gewohnt oder gewesen wäre. Er verneinte, auch glaubte er nicht, dass je einer dort gewesen wäre. Ich fragte ferner, ob er die Geschichte für wahrscheinlich halten könnte, dass irgendein Jude sie in Pittsfield gelassen haben könnte. Er sagte, dass sie wie folgt ihren Ursprung hätten. Zu der Zeit, als die Pergamente gefunden wurden, wohnten britische Gefangene in Pittsfield, die im vergangenen Krieg gemacht wurden. Da eine Menge Verwunderung über diese Blätter in Pittsfield entstanden war, brachte ein Nachbar seine Vermutung zum Ausdruck, dass vielleicht einige dieser britischen Gefangenen Juden waren und diese Dinge dort fallen gelassen oder vergraben hatten. Mr. Merrick betrachtete dies als völlig unwahrscheinlich. Aber um sich über diesen Punkt zu vergewissern, ging er zu den Gefangenen und fragte sie, ob jemand unter ihnen Juden waren. Sie verneinten. Er befragte ihre Offiziere und erhielt dieselbe Versicherung. Er fragte, ob jemand von ihnen Kenntnis über diese Sache hätte, und es wurde verneint. Mr. Merrick versicherte mir, dass er immer geglaubt hatte, dass es indianischen Ursprungs gewesen ist, und dass Col. Larned (Vater des verstorbenen Rev. Mr. Larned) in demselben Glauben lebte und starb. Es scheint, dass es für das Gegenteil keinen Beweis gibt, trotz der obigen haltlosen Vermutung, die, als sie die Runde machte, in einen zufrieden stellenden Bericht vergrößert wurde.

Der Schreiber unterhielt sich mit Rev. Mr. Frey (dem berühmten jüdischen Prediger in dieser Grafschaft) über dieses Thema, und er konnte dieses Ereignis mit keinem jüdischen Brauch in Zusammenhang bringen. Er informierte, dass die Juden einen Brauch haben, ihre Blätter der Gebetsriemen zu vergraben, wenn sie abgenutzt und unleserlich geworden sind, da sie auch keine alten Blätter einer hebräischen Bibel hatten. Sie wickelten sie in etwas Papier ein und brachten sie mit Ehrerbietung unter die Erde. Aber


 

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diese Blätter waren ganz und gar in Ordnung und waren (wie schon erklärt wurde) in dicke, rohe Haut und mit Sehnen irgendeines Tieres eingenäht; eine Sache, die kein Jude im Christentum getan hätte.

Der Schreiber verließ Pittsfield in Richtung Boston mit der Absicht, diese Pergamente zu bekommen und sie durch einen Hebräischprofessor in Cambridge und einen Professor Stuart aus Andover untersuchen zu lassen. In Boston informierte ihn Rev. Mr. Janks, dass sich die Pergamente in Worcester in der Obhut der Antiquarian Society befänden. Er sagte, dass er sie gesehen hätte, und sprach von der Geschichte, dass Juden sie in Pittsfield verloren hätten. Er fügte hinzu, dass Rev. Dr. Holmes aus Cambridge sie gesehen und untersucht hätte. Auf meinem Weg zurück nach Worcester suchte ich Mr. Holmes auf. Er sagte, dass er die drei Pergamente unter Berücksichtigung der Umstände sorgfältig gelesen und herausgefunden hätte, dass sie drei von vier Blättern wären, die zusammen den jüdischen Gebetsriemen ergeben, die genau die Passagen enthielten, die schon immer für ihre Gebetsriemen ausgewählt wurden, dass sie mit einer Feder in schönem Hebräisch geschrieben wurden. Ihm wurde eine Kopie des Briefes von Rev. Mr. Larned an Mr. Merrick gezeigt, über den er sagte, dass er korrekt sei. Rev. Dr. Holmes ist als korrekter Hebräisch-Gelehrter bekannt. Seine Verwunderung (wie auch die anderer) war durch das Gerücht zu Ruhe gelegt worden, dass bekannt sei, dass sie ein Jude in Pittsfield gelassen hätte. Er wurde gefragt, ob ihm in Bezug auf die Annahme, dass diese Blätter indianischen Ursprungs gewesen seien, irgendetwas in Bezug auf die Pergamente oder Schriften in den Sinn käme, das gegen die Idee spräche, dass sie im antiken Israel geschrieben worden sind. Er verneinte.

Der Schreiber kehrte mit voller Erwartung, die Pergamente zu finden, nach Worcester zurück, aber zu seiner nicht geringen Enttäuschung konnten sie nicht gefunden werden. Dr. Thomas, Präsident der Antiquarian Society, sagte, dass solch ein Blatt (er dachte, es gäbe nur eines) einige Jahre lange seiner Obhut überlassen war, und er vermutete, dass es sicher in einem der Verwahrungsorte der Antiquarian Society läge. Aber er wusste nicht, unter welchen der vielen Kästen von Gegenständen er danach schauen sollte. Er hatte ebenfalls das Gerücht gehört, dass es jüdischen Ursprungs sei, und hatte es daher nicht als sehr bedeutungsvoll


 

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erachtet. Wir suchten mehrere Stunden, aber vergebens. Man muss also hoffen, dass die Blätter noch gefunden und weiter untersucht werden.

Der Rev. Chauncey Cook aus Chili, New York, gab bei mir zu Hause folgende Information mit der Erlaubnis, sie mit seinem Namen einzufügen. Er sei vor kurzem durch einen Geistlichen (er kann sich an seinen Namen nicht erinnern, da ihn etliche innerhalb von 6 Monaten von New England besucht hatten) glaubwürdig informiert worden, dass Rev. Dr. West aus Stockbridge folgende Information gab. Ein alter Indianer informierte ihn, dass seine Väter in diesem Land vor nicht allzu langer Zeit ein Buch hätten, dass sie über lange Zeit bewahrt hätten. Aber da sie das Wissen verloren hatten, es lesen zu können, folgerten sie, dass es für sie keinen weiteren Nutzen hätte, und sie vergruben es zusammen mit einem Indianerhäuptling. Der Geistliche sprach zu Mr. Cook über diese Information von Dr. West als eine Tatsache.

Folgende Anmerkungen seien hier angeführt:

1. Mr. Merrick, der diese Pergamente fand, war am besten in der Lage, ihren möglichen Ursprung zu untersuchen, und er war und bleibt bei der Meinung, dass sie von den Indianern stammten. Er betrachtete die Vermutung, dass sie von irgendeinem Juden hierher gebracht worden sein könnten, als ohne Grundlage. Rev. Mr. Larned, der sie zur Untersuchung nach Boston brachte und der ein Mann der Buchstaben war, müsste gut qualifiziert gewesen sein, diese Sache zu untersuchen und zu beurteilen. Er, so scheint es, war völlig der Meinung, dass sie indianisch waren. Sein Vater, Col. Larned, war ein angesehener Mann, und es wäre nicht wahrscheinlich, dass er in dieser Sache getäuscht würde, und er lebte und starb in dem Glauben, dass sie indianisch wären. Und der Schreiber konnte in Pittsfield niemanden finden, der einen Grund erklären könnte, etwas anderes zu glauben. Die Vermutung über ihren jüdischen Ursprung gewann durch das Reisen ins Ausland an Bedeutung, aber zu Hause schien sie ohne Grundlage zu sein.

2. Auf Grundlage der Annahme, dass die Indianer von Israel abstammen, gibt es keine wesentliche Schwierigkeit, sondern die Angelegenheit scheint sehr natürlich. Calmet informiert, dass Origen, Chrysostom und andere den Gebrauch von Gebetsriemen in Israel als so alt ist wie die Tage des Moses.erachteten. Er sagt dass Lightfoot, Sealeg und Maldon


 

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darauf bestanden, dass der Brauch, sie zu tragen, zur Zeit des Erlösers allgemein üblich war und dass Christus die Pharisäer nicht dafür tadelte, dass sie sie trugen, sondern für ihre Neigung, ihre Gebetsriemen-Kästchen breiter zu haben als andere. Wir schließen also daraus, dass diese Gebetsriemen in Israel zur Zeit ihrer endgültigen Vertreibung aus Kanaan ein bekannter Brauch waren. Es ist natürlich, zu glauben, dass Israel im Exil diese Bruchstücke aus besseren Tagen mit äußerster Sorgfalt bewahren würde. Wohin auch immer sie damals gingen, sie hätten diese Gebetsriemen bei sich gehabt. Wenn sie sie in dieses Land gebracht haben, hätten sie sie mit Fleiß bewahrt. Sie wären natürlicher Weise zu einigen der kostbarsten Inhalte ihrer heiligen Lade geworden, so wie ihr Volk früher das heilige Gesetz in der Lade aufbewahrte. Hier wäre solch ein Gebetsriemen viele Jahrhunderte hindurch sicher gewesen. Dies ist so weit von der Unwahrscheinlichkeit entfernt, dass es fast eine moralische Gewissheit ist. Nachdem ihre Kenntnis des Lesens seit langem verloren gegangen war, könnte natürlich irgendein Häuptling oder Hohepriester oder ein alter, geliebter, weiser Mann (Hüter ihrer Tradition) aus Furcht, dass diese kostbaren Blätter verloren gehen oder zerteilt werden würden, sie in einer Falte aus rohen Häuten mit den Sehnen eines Tieres (dem allseits bekannten indianischen Nähgarn) eingenäht und diese Rolle weiterhin in der Lade aufbewahrt haben, oder er trug sie an seinem Gürtel. All dies könnte man natürlich in solch einem Fall erwarten. Dieser Gegenstand könnte somit sicher in eine Zeit nahe der Zeit gebracht worden sein, als die Eingeborenen Indian Hill in Pittsfield bewohnten, vielleicht Anfang des letzten Jahrhunderts. Sein Besitzer könnte ihn vielleicht dort verloren haben oder, (was höchst wahrscheinlich ist) er wurde mit einem Häuptling oder Hohenpriester vergraben und dann durch die göttliche Vorsehung uns überbracht. Dies ist, so wage ich es zu sagen (auf der Annahme, dass die Indianer von Israel abstammen), überhaupt nicht so unwahrscheinlich wie, dass ein moderner Jude es dort, an der Stelle, wo es gefunden wurde, zurückgelassen hätte. Der Stil der Aufbewahrung und der Erhaltung dieser Pergamente scheint indianisch und nicht jüdisch. Ein moderner Jude würde wahrscheinlich nicht seine kostbaren Blätter des Gebetsriemens in einer Rolle aus roher Haut verstecken und mit Tiersehnen einnähen. Auch würde er sie nicht, wenn er es getan hätte, auf Indian Hill unter der Erde lassen. Er würde eher sein Leben opfern, als auf so


 

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rohe Weise die heiligsten Symbole der Religion zu entweihen! Es ist nicht glaubhaft.

Mr. Merrick bemerkte, dass die Farbe dieser Pergamente dunkelgelb war. Doctor Thomas aus Worcester zeigte mir unter seinen antiquarischen Kuriositäten eine arabische Handschrift auf Pergament, das, wie er informiert, lange vor der christlichen Ära beschrieben wurde. Dieses war dunkelgelb, aber das Pergament und die Schrift befanden sich in gutem Erhaltungszustand. Und das eine dieser beschriebenen Pergamente könnte somit genauso lang wie das andere erhalten worden sein.

3. Diese Betrachtung des Themas möge einen verständlichen Blick über den Bericht des alten Indianers in Stockbridge an Dr, West frei machen, dass seine Väter vor nicht allzu langer Zeit ein Buch vergraben hätten, das sie nicht lesen konnten. Und sie könnte eine überzeugende Ansicht über die wachsame Sorge des Wächters Israels bewirken, der niemals schlummert in Bezug darauf, die Spur dieses einzigartigen Beweispunkts unter vielen anderen zu legen, die zusammen jenes ausgestoßene Volk ans Licht bringen, das in den letzten Tagen der Welt offenbar gemacht werden sollte. Die Regierung und Wachsamkeit des Gottes Jakobs ist immer wunderbar gewesen. Und große Dinge sind gefunden worden, die auf merkwürdige Kombinationen geringfügiger Ereignisse miteinander beruhen, so dass die unermüdliche Sorge des Allerhöchsten noch hervorragender erscheint. Im alten Israel könnten viele solche Beispiele aufgezeigt werden. Und wenn Gottes Herz sich nach Ephraim sehnt, sich immer noch ernsthaft an ihn erinnert und ihn schließlich wieder herstellt, wird es beweisen, dass er nicht unbedacht jene glückliche Spur an Beweisen gelegt hat, die schließlich ein seit langem ausgestoßenes und der Kenntnis der belesenen und zivilisierten Welt verloren gegangenes Volk als seine vor alters geliebten Kinder Abrahams identifizieren. Zeigen Sie ein Volk auf Erden, das auf Grund der natürlichsten Art von Beweisen, einen größeren Anspruch hat als unsere Eingeborenen, als die Nachkommen Israels in Empfang genommen zu werden; und man hofft, dass gegen einen solchen Anspruch kein Widerspruch erhoben werden wird.

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