Kap. III, Seite 102...

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    auf dieser Tour kein gottloses Wort mehr hörte. Dies wurde Mr. Hebard von einem Elijah Wood erzählt, der ein Augenzeuge von dieser Szene war und später ein Prediger des Evangeliums wurde. Der Sohn Mr. Hebards, ein angesiedelter Geistlicher, erzählt folgendes.

    Betrachten wir die Tatsache, dass die Indianer im Allgemeinen im Gegensatz zum Polytheismus der heidnischen Welt mit den eitlen und lächerlichen Ansichten über heidnische Götter und Göttinnen, an dem einen, und nur einen Gott festhalten, wer kann dann an dem wahren Ursprung der Eingeborenen unseres Kontinents zweifeln? Es ist ihr Schicksal, dass sie die rechte Sichtweise über Gott und Relgion verloren haben. Aber sie haben von ihren fernen Vorfahren her eine Vorstellung überliefert, dass es nur einen großen und wahren Gott gibt, was ein sehr wesentliches Argument dafür liefert, dass sie das alte Israel sind.

    Man ist sich einig, dass innerhalb von 80 Jahren unter de Indianern ein großer Wandel bewirkt worden ist. In diesem Zeitraum haben sie sich in Bezug auf ihre überlieferte Religion sehr zurückentwickelt. Ihr Kontakt mit dem entartetsten Teil des weißen Volkes, der unter ihnen Handel treibt, und ihre Bekanntschaft mit den härtesten Spirituosen hat schädlichste Auswirkungen gebracht. Sie haben sich weniger darauf bedacht gefühlt, ihre eigene Religion so aufrecht zu erhalten, wie sie einmal war, und ihre eigenen Traditionen weiterzugeben. Es ist in der Tat bemerkenswert, dass sie sie so fleißig verbreiteten und weitergaben, bis in Bezug auf ihren Ursprung eine Reihe so fachkundiger guter Zeugnisse der zivilisierten und religiösen Welt geliefert werden konnten. Dies muss die große Absicht der göttlichen Vorsehung gewesen sein, als sie sie so bemerkenswert ihre Traditionen durch so viele Zeitalter hindurch weitergeben ließ. Und wenn das Ziel erreicht ist, könnte man erwarten, dass die Ursache, die dazu führte, aufhört.

    Dies könnte der Grund für die Degeneration einiger Indianer im fernen Westen sein, wie es in den Tagebüchern von Mr. Giddings über seine Forschungsreise berichtet wird. Er informiert: „Sie unterscheiden sich sehr in ihren Vorstellungen vom Großen Geist; der eine vermutet, dass er in einem Büffel wohnt, ein anderer in einem Wolf, ein anderer in einem Bären, ein anderer in einem Vogel, ein weiterer in einer Klapperschlange. Bei großen Ereignissen, wenn sie z. B.

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    in den Krieg ziehen und wenn sie zurückkehren (fügt er hinzu), opfern sie einen Hund und vollführen einen Tanz. Bei diesen Gelegenheiten opferten sie früher einen Gefangenen, den sie im Krieg gemacht hatten, aber durch die wohlgemeinten Bemühungen eines Händlers unter ihnen, haben sie die Praktik des Menschenopfers aufgegeben. Es gibt immer einen, der als Hoherpriester amtiert. Er praktiziert strengste Abstinenz. Er gibt eine Art von Inspiration oder Hexerei vor und man folgt seinen Anweisungen.

    Sie glauben alle (fügt er hinzu) an zukünftige Belohnungen und Strafen, aber ihr Himmel ist sinnlich. Sie unterscheiden sich sehr in ihren Vorstellungen von Güte. Einer ihrer Häuptlinge sagte ihm, dass er nicht wüsste, was einen guten Menschen ausmachte, dass ihre weisen Männer sich hierin nicht einig wären.

    Ihre Häuptlinge und die meisten ihrer Krieger haben einen Kriegsbeutel, der normaler Weise die Haut eines Vogels enthält, der grüne Federn hat, oder einen anderen Gegenstand, von dem sie sich vorstellen, dass er eine geheime Macht hat.“

    Hier erfahren wir, dass jene weit entfernten Wilden (wie auch alle anderen Stämme) ihren Großen Geist haben, „der alle Dinge erschuf“, obwohl er nach ihrer verwirrten Meinung in bestimmten Tieren wohnt. Wenn sie in den Krieg ziehen oder zurückkehren, müssen sie opfern, und für einen erlangten Sieg müssen sie ihren religiösen Tanz ausführen. Sie müssen ihre Hohenpriester haben, die große Abstinenz üben müssen und Inspiration vorgeben, und daher muss ihnen gehorcht werden. - Sie haben ihre überlieferten Ansichten von diesen Dingen hier hergebracht, auch über künftige Belohnungen und Strafen. Die Lade ihrer Kriegshäuptlinge ist, so scheint es, zu einem Beutel degeneriert! Aber dieser muss (wie die Lade der anderen Stämme) ihre heiligsten Dinge enthalten: „Grünes Federkleid oder andere Gegenstände, von denen sie sich vorstellen, dass sie eine geheime Macht hätten.“ Hier liefern diese Indianer ihren Anteil an Beweisen, in diese eher zerfallenen Überlieferungen von ihrer Herkunft aus Israel.

    Diese Stämme im Westen sind wilder und wissen weniger über die alten Indianertraditionen. Mr. Giddings sagt: „Während man den Missouri hinaufzieht und weiter nach Westen geht, umso näher kommt der Zustand der Wilden der Natur und entsprechend wilder erscheinen sie.“ Dies mag

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    der Grund dafür sein, dass ihre Lade zu einem Sack degenerierte, und für ihre größere Neigung zum Götzenkult in ihren Ansichten über den Großen Geist, nämlich ihn in bestimmten Tieren verkörpert zu sehen.

    Ein Häuptling der Delaware-Indianer weit im Westen, der von den Herren Dodge und Blight von der Union-Mission im Januar 1824 besucht wurde, gab den Missionaren folgende Information. Über den Häuptling sagten diese Missionare: „Er ist ein ernster und ehrwürdiger Charakter, der einen Geist besitzt, der (wenn er kultiviert würde) dem eines der ersten Staatsmänner unseres Landes in nichts nachstehen würde.“ Als sie ihn fragten, ob er an die Existenz eines höheren Wesens glaubte, antwortete er: „Vor langer Zeit, bevor je ein Weißer seinen Fuß auf Amerika setzte, wussten die Delaware, dass es einen Gott gab, und sie glaubten, dass es eine Hölle gab, wohin schlechte Menschen gehen würden, wenn sie sterben, und einen Himmel, wohin gute Menschen gehen würden.“ Er erklärte weiter (so informieren die Missionare): Er glaubte, dass es einen Teufel gäbe, und er fürchtete sich vor ihm. Er wusste (sagte er), dass diese Dinge von seinen Vorfahren, lange bevor William Penn in Pennsylvania ankam, weitergereicht wurden. Er sagte, er wüsste auch, dass es falsch wäre, wenn ein Mann hungrig und nackt an seine Tür käme, ihn mit leeren Händen wegzuschicken. Denn er glaubte, dass Gott die ärmsten Menschen mehr liebte als die stolzen, reichen Menschen. Vor langer Zeit (fügte er hinzu) war es unter seinem Volk ein guter Brauch, nur eine Frau zu nehmen, und das fürs ganze Leben. Aber jetzt wären sie so töricht geworden und so böse, dass sie eine Reihe von Frauen gleichzeitig nehmen und sie wegschicken würden, wie es ihnen gefällt!“ Er wurde gebeten zu erklären, was er über Jesus Christus, den Sohn Gottes wüsste. Er antwortete, dass er nur wenig über ihn wüsste. Was ihn beträfe, so wüsste er, dass es nur einen Gott gäbe. Er wüsste nichts von zwei Göttern. Dieser Beweis bedarf keines Kommentars, um zu zeigen, dass es sich in Bezug auf den einen Gott, den Himmel und die Hölle, den Teufel und die Ehe um eine israelitische Überlieferung zu handeln scheint, wie sie im Alten Testament gelehrt wird, ebenso auch die Einschätzung der Stolzen und Reichen und der Armen. Er versichert uns, dass diese Dinge von ihren

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    Vorfahren herkamen, bevor jemals ein Weißer in Amerika erschien. Aber von der großen Besonderheit, die Weiße sie natürlicher Weise lehren (wenn sie überhaupt etwas lehren), dass Jesus Christus der Sohn Gottes, der Erlöser der Welt ist, bekannte er, dass er diesen Teil des Themas nicht kannte.

    Es folgt ein Auszug von Mr. Carvin Cushman, Missionar unter den Choctaws, an einen Freund in Plainfield, Mass., im Jahre 1824:

    An Hand von Information von Vater Hoyt in Bezug auf frühere Traditionen, Rituale und Zeremonien der Indianer dieser Region denke ich, dass es guten Grund gibt zu glauben, dass sie die Nachkommen Abrahams sind. - Sie hatten Städte der Zuflucht gehabt, Feste der Erstlingsfrucht, Opferungen der Erstlinge der Herden, die vollkommen sein mussten, ohne Makel oder Deformitäten, und deren Knochen nicht gebrochen werden durften. Sie waren nie dafür bekannt, dass sie Abbilder anbeteten oder irgendeinem von Hand gemachten Gott opferten. Sie haben alle eine gewisse Vorstellung oder einen Glauben an den Großen Geist. Ihr Fasten, ihre heiligen Tage usw. wurden von der Zahl 7 bestimmt, was die Zeit betrifft, d. h. siebenmal schlafen, sieben Monde, sieben Jahre usw. Sie hatten eine Art von Kiste, die gewisse Gegenstände enthielt, die sie für heilig hielten, und sie hielten sie vor dem allgemeinen Volk geheim. Die besagte Kiste wurde von einer Anzahl von Männern getragen, die als rein und heilig angesehen wurden (wenn ich mich nicht irre, wurde eine solche Kiste von den Cherokees aufbewahrt). Und immer wenn sie gegen einen anderen Stamm in den Krieg zogen, trugen sie diese Kiste mit sich, und sie war in ihren Augen so rein, dass nichts es rechtfertigte, sie auf dem Boden abzustellen. Nur ein sauberer Felsbrocken oder ein Gestell aus Baumstämmen wurde als ausreichend rein für einen Ruheplatz für diese heilige Kiste angesehen. Und so groß war die Verehrung aller Stämme, dass die Sieger, wenn die abgewehrte Partei, die die Kiste besaß, sie auf dem Schlachtfeld zurücklassen musste, sie auf keinen Fall berührt hätten.“ Dieser Bericht stimmt gut mit Berichten aus verschiedenen anderen Indianerregionen überein. Es gibt keine vernünftige Erklärung dafür, außer dass die Indianer die Nachkommen Israels sind.

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    Es ist möglich, dass einige dieser erbärmlichen Menschen von ihren verschiedenen Göttern sprachen, während die meisten Ureinwohner unseres Landes ihren einen Großen Geist hatten. Unter den Eingeborenen auf Marthas Weinberg finden wir zu Beginn zu Mayhews Mission unter ihnen Mioxo bei seinem Gespräch mit dem bekehrten Eingeborenen, Hiaccomes, wie er über 37 Götter spricht und wie er schließlich zu dem Schluss kommt, sie alle wegzuwerfen und dem einen wahren Gott zu dienen. Wir wissen nicht, was der isolierte Eingeborene mit seinen 37 Göttern gemeint haben könnte, aber es scheint aus allen Regionen offensichtlich, dass dies nicht die Meinung der Masse der Eingeborenen Amerikas war.

    Die alten Eingeborenen auf Long Island sprachen von ihren verschiedenen untergeordneten Göttern. Sompso Occum, der bekannte Indianerprediger sagt: „Die Indianer auf Long Island stellten sich eine große Anzahl von Göttern vor.“ Aber er sagt: „Sie hatten (gleichzeitig) eine Vorstellung von einem großen Gott, der über allen anderen stand.“ Hier finden wir ohne Zweifel ihre Überlieferung von den heiligen Engeln, die sie üblicher Weise Götter unter dem einen großen Gott nannten. Die North American Reviewers sprechen von der Tatsache, dass die Eingeborenen unseres Landes einen obersten Gott anerkannten. Sie stellen die Frage: „Wenn die Indianer im Allgemeinen keine Meinung von einem höchsten Wesen hätten, wie kommt es dann, dass sie in all den Verhandlungen und Gesprächen mit den Weißen ständig von dem Großen Geist gesprochen haben, wie sie den Herrscher des Universums nennen?“

    Lewis und Clark informieren uns über die Mandans (ein Stamm weit zum Pazifik hin) wie folgt: „Die gesamte Religion der Mandans besteht aus einem Glauben an einen Großen Geist, der über ihr Schicksal präsidiert, und um ihn günstig zu stimmen, wird ihm jede Aufmerksamkeit gezollt und jede persönliche Überlegung geopfert.“ Ein Mandan informierte, dass er vor kurzem acht Pferde hatte, aber dass er sie alle dem Großen Geist geopfert hätte. Seine Art und Weise es zu tun war folgendermaßen: Er brachte sie in die Prärie und ließ sie frei und übergab sie auf diese Weise dem Großen Geist; er hatte sie für immer aufgegeben. Die Pferde, die weniger fromm waren als ihr Meister, sorgten sich ohne Zweifel nur um sich selbst.

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    Meckewelder (ein ehrwürdiger Missionar, 40 Jahre lang unter den Indianern), in Dokt. Jarvis Rede vor der New York Historical Society erwähnt, und der eine große Kenntnis über den weit verbreiteten Dialekt der Delaware-Sprache hatte, sagt: „Die gewohnheitsmäßige Hingabe zur großen Ersten Ursache und ein starkes Gefühl der Dankbarkeit für die Wohltaten, die Er austeilt, ist einer der hervorstechendsten Merkmale, die den Geist des ungebildeten Indianers charakterisieren. Er hält es für seine Pflicht, seinen Schöpfer und Wohltäter zu verehren und ihn anzubeten.“

    Gookin, ein Schreiber in New England im Jahre 1674, sagt über die Eingeborenen: „Im Allgemeinen anerkennen sie einen großen, allerhöchsten Ausüber des Guten.“ Roger Williams, einer der ersten Siedler in New England, sagt: „Denjenigen, der sich fragt, ob Gott die Welt machte, werden die Indianer belehren. Ich muss eingestehen (fügte er hinzu), dass ich im Umgang mit ihnen viele Bestätigungen folgender zweier großer Punkte erhielt: 1. dass Gott existiert, 2. dass er alle belohnt, die ihn fleißig suchen. Wenn sie bei der Jagd, beim Fischen oder Ernten Gutes empfangen, erkennen sie Gott darin.“

    Mit Sicherheit müssen also die Eingeborenen der Wüsten Amerikas ein Volk gewesen sein, das einst den Gott Israels kannten! Sie hielten mehr als zwei Jahrtausende lang die Tradition über ihn aufrecht, die in vielerlei Hinsicht korrekt ist. Welch anderen Bericht kann man darüber geben, als dass sie Nachkommen Israels sind und dass der Gott Israels sein gnädiges Auge auf sie gerichtet hielt, in Hinblick darauf, sie zu seiner Zeit ans Licht zu bringen und ihre Wiederherstellung zu bewirken?

  1. Der gefeierte William Penn liefert Berichte über die Ureinwohner Pennsylvanias, die denselben Punkt bestätigen. Mr. Penn sah die Indianer Pennsylvanias, bevor sie vom weißen Volk die rohe Behandlung erfahren mussten. Und in einem Brief an einen Freund in New England schreibt er folgendes über diese Eingeborenen: „Ich fand sie mit einem der hebräischen Rasse ähnlichen Erscheinungsbild vor, und ihre Kinder hatten eine solche lebendige Ähnlichkeit mit ihnen, dass man sich auf dem Duke's-Platz oder in der Barry-Street in London wähnen könnte, wenn man sie sieht.“ Hier, ohne vorher einen Gedanken daran gehabt zu haben, dass diese Eingeborenen Israeliten wären, war dieser Mann von ihrer

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    vollkommenen Ähnlichkeit mit ihnen und von anderen Dingen, die noch erwähnt werden sollen, überwältigt. Er spricht von ihrer Kleidung und ihrem wertlosen Schmuck als bemerkenswert wie beim alten Israel, ihre Ohrringe, Nasenjuwelen, Bänder an ihren Armen und Beinen, Ringe (wenn vorhanden) an ihren Fingern, Halsketten aus polierten Muscheln, die sie in ihren Flüssen fanden und an ihren Küsten, Bänder, Muscheln und Federn, die die Häupter der Frauen schmückten und verschiedene Schnüre mit Perlen, die etliche Körperteile schmückten.

    Mr. Penn fügte über seinen Freund hinzu, „dass er diese Menschen als 'unter einer dunklen Nacht' betrachtete; dennoch glaubten sie an Gott und an Unsterblichkeit ohne die Hilfe von Metaphysik. Denn er sagt, dass sie ihn informierten, dass es einen großen König gab, der sie erschuf, dass die Seelen der Guten zu ihm gehen werden.“ Er fügt hinzu: „Ihr Gottesdienst besteht aus zwei Teilen: Opfern und Gesang. Das erstere bezieht sich auf die ersten Früchte, und der erste Bock, den sie töten, geht ins Feuer.“ Mr. Penn fährt damit fort, ihr prächtiges Fest der ersten Früchte zu beschreiben, an dem er einmal teilnahm. Er informiert: „Alle, die zu diesem Fest gehen, müssen ein Geldstück mitbringen, das aus einem Fischknochen hergestellt wird.“ „Niemand soll mit leeren Händen vor mir erscheinen.“ Er spricht von der Übereinstimmung ihrer Rituale mit denen der Hebräer. Er fügt hinzu: „Sie rechnen in Monden, sie opfern ihre ersten reifen Früchte, sie haben ein Tabernakelfest, man sagt, dass sie ihre Altäre aus 12 Steinen zurechtlegen, sie trauern ein Jahr lang, sie halten die Frauen von den Männern getrennt und viele andere Dinge, die es jetzt nicht mehr gibt.“ Hier haben wir ein schlichtes Zeugnis, das von diesem berühmten Mann abgegeben wurde, von seinen eigenen Beobachtungen und Berichten hergeleitet, die er geliefert hatte, während der Gedanke daran, dass die Menschen eigentlich Hebräer sind, von ihm wahrscheinlich weit entfernt gewesen war.

  1. Die Indianer haben einen Stamm, der in vielerlei Hinsicht dem Stamm Levi entspricht, was auf dieses Thema weiteres Licht wirft.* Natürlicher Weise kommt der Gedanke auf, dass es, wenn sie die Zehn Stämme sind und sie so viele ihrer religiösen Traditionen bewahrt haben, wahrscheinlich sein sollte, unter ihnen einige Überlieferungen über einen Stamm zu finden,

    *Einige aus diesem Stamm verblieben wahrscheinlich bei den Zehn Stämmen.

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    der dem Stamm Levi entspricht. Sollten wir etwas Derartiges finden, wäre der Beweis dafür, dass sie Stämme Israels sind, in der Tat noch überzeugender. Wahrscheinlich gibt es einen solchen Beweis. Die anderen Stämme hatten vor dem Mohawk-Stamm große Ehrfurcht, und es war üblich, dass ihnen die anderen Stämme um sie herum einen jährlichen Tribut zahlten. Mr. Boudinot gibt über sie folgenden Bericht: „Mr. Colden sagt, dass ihm alte Männer (Indianer) in New England sagten, dass sie, als sich früher ihre Indianer mit den Mohawks im Krieg befanden, von einem Hügel zum anderen einen Schrei ausstießen, sobald einer (ein Mohawk) erschien: Ein Mohawk! Ein Mohawk!, worauf hin alle flohen wie Schafe vor dem Wolf, ohne den geringsten Versuch Widerstand zu leisten, und dass sich alle Völker um sie herum Jahre lang ihrem Rat unterworfen hatten und ihnen einen jährlichen Tribut zahlten. Und die tributpflichtigen Völker wagten es nicht, ohne die Zustimmung der Mohawks Krieg zu führen oder Frieden zu schließen.“ Mr. Colden erklärt weiter ein Beispiel ihrer Rede an den Gouverneur Virginias, aus der hervorzugehen scheint, dass die Mohawks die Richtigsteller des Fehlverhaltens der anderen Stämme waren.

    Könnte man irgendetwas in ihrem Namen finden, das auf die Überlegenheit des Stammes Levi anspielen könnte, sollten wir den Beweis für sehr erheblich dafür halten, dass es tatsächlich Nachkommen des Teiles jenes Stammes gibt, der zum Haus Israel gehörte. Und auch hier scheinen die Beweise nicht gänzlich zu fehlen. Das hebräische Wort Mhhokek bezeichnet einen Ausleger des Gesetzes, einen Höherstehenden.

  1. Mehre prophetische Charakterzüge, die den Hebräern zugesprochen werden, passen genau zu den Ureinwohnern Amerikas. Trunksucht könnte man als erstes erwähnen. Jesaja sagt, während er über die Zeit der Vertreibung Israels aus Kanaan schrieb und über ihre Wiederherstellung vorhersagte – Jes. 28: 1,3,9: „Weh der stolzen Krone der betrunkenen Efraimiter (Efraim war ein bekannter Name für die Zehn Stämme Israels)... Mit seinen Füßen zertritt er die stolze Krone der betrunkenen Efraimiter... Alle Tische sind voll von Erbrochenem, sind voll von Kot bis auf den letzten Fleck.“

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    Im Verlauf der Beschreibung ihrer Trunkenheit wird ihre Verwerfung und Wiederherstellung eingemischt, dass der Herr sie durch einen Mächtigen auf den Boden werfen wird, und ihre herrliche Schönheit wie eine reiche Blume in einem fruchtbaren Tal sein soll, die den Kopf hängen lässt, verwelkt und stirbt; aber zu gegebener Zeit wird Gott sie wieder beleben. „An jenem Tag wird der Herr der Heerscharen den Übriggebliebenen dieses Volkes eine Krone der Herrlichkeit und ein Diadem der Schönheit sein.“ Niemand, der den Charakter der Indianer in Bezug auf die Trunksucht kennt, muss nicht darüber informiert werden, dass dieses Bild in einzigartiger Weise auf sie zutrifft.

    Doktor Williams sagt in seiner Geschichte Vermonts über diesen Charakterzug der Indianer: „Sobald die Indianer an den alkoholischen Getränken, die von den Europäern hergebracht wurden, Geschmack gefunden hatten, entwickelten sie einen neuen Appetit, den sie überhaupt nicht kontrollieren konnten. Die Alten und die Jungen, der Häuptling, die Krieger und die Frauen ergeben sich ihm ohne Mäßigung und ohne Anstand, wann immer sie Alkoholika bekommen konnten, bis allgemeine Betrunkenheit herrschte. Alle Stämme scheinen unter der Herrschaft dieses Verlangens zu stehen und nicht fähig zu sein, es zu kontrollieren.

    Ein Schreiber im Connecticut Magazine versichert uns über die Indianer in Massachusetts, als unsere Väter dort zum ersten Mal ankamen: „Sobald sie den feurigen Schnaps schmeckten, entdeckten sie ein starkes Verlangen danach und ihr Durst wurde bald unstillbar.“

    Ein anderer Charakterzug der Hebräer, der auf einzigartige Weise auf die Indianer zutrifft, finden wir in Jesaja 3: „...die Fußspangen, die kleinen Sonnen und Monde, die Ohrgehänge und Armketten, die Schleier und Turbane, die Fußkettchen und die Prachtgürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und Nasenreife, die Festkleider und Umhänge, die Umschlagtücher und Täschchen und die Spiegel, die feinen Schleier, die Schale und Kopftücher.“ Man könnte sich vorstellen, dass der Prophet hier tatsächlich die Eingeborenen Amerikas in voller Bekleidung beschrieb! Kein anderes Volk auf der Erde hat damit eine solch starke Ähnlichkeit.

    Diese Beschreibung wurde direkt vor der Vertreibung aus Israel gegeben. Und nichts wäre wahrscheinlicher, als

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    dass ihr Geschmack an diesem auffallenden Schmuck an die Nachkommen weitergegeben wurde. Denn dieser hinterließ der heranwachsenden Generation die frühesten und tiefsten Eindrücke. Und viele Indianer legen einen grässlichen Kontrast dazu zutage, der dort folgte.

    Mr. Pixley von der Union Mission, der über den Sabbat bei den Indianern draußen war, schrieb folgendes in sein Tagebuch: „Ich habe mich bemüht, dem Tag (Sabbat) ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, indem ich im Wald ein Feuer machte und dort in meiner Bibel las. Als ich das 3. Kapitel des Propheten Jesaja las, fand ich im letzten Teil des Kapitels eine überraschende Ähnlichkeit zwischen der Situation dieses Volkes und dem Zustand des Volkes, von dem der Prophet sprach, was ich nie zuvor bemerkt hatte. Sie werden vom Propheten auf dem Boden sitzend dargestellt, ihre geheimen Körperteile enthüllt, mit Gestank statt süßem Wohlgeruch, Strick statt Gürtel, Glatze statt kunstvolle Locken, Trauergewand statt Festkleid, ja, Schande statt Schönheit. In all diesen Einzelheiten, mit Ausnahme der Kahlköpfigkeit, ist die Vorhersage in diesem Volk reichlich erfüllt. Und selbst diese Ausnahme könnte man außer Acht lassen, wenn man das Rasieren ihrer Köpfe zählen könnte, wobei sie auf dem Scheitel eine kleine Locke stehen lassen. Und sicherlich, wenn irgendwelche Frauen in der Welt für ihr eigenes Wasser und Brot arbeiten, und dennoch eine Reihe von ihnen sich an einen Mann bindet, um die Schande von sich abzuwenden, dann findet man dies unter diesem Volk, ob die Vorhersage nun auf sie anzuwenden ist oder nicht.“

  1. Dass die Indianer in Stämmen leben, mit ihren Häuptlingen und Stammesnamen, gewährt weiteres Licht. Die Hebräer hatten nicht nur ihre Stämme und Stammesoberhäupter wie die Indianer, sondern sie hatten ihre Tiersymbole für ihre Stämme. Dans Symbol war eine Schlange, Isachars ein Esel, Benjamins ein Wolf und Judas ein Löwe. Und dieser Charakterzug fehlt nicht bei den Eingeborenen dieses Landes. Sie haben ihren Wolf-Stamm, ihren Tiger-

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    Stamm, Panther-Stamm, Büffel-Stamm, Bären-Stamm, Hirsch-Stamm, Waschbär-Stamm, Adler-Stamm und viele andere. Welches andere Volk weist diese Ähnlichkeiten auf? Hier haben wir ohne Zweifel eine hebräische Tradition.

    Verschiedene Symbole in Jakobs letztem Segen sind in den amerikanischen Indianern eindrucksvoll erfüllt worden. „Dan soll wie eine Schlange auf dem Weg liegen, eine Natter auf dem Pfad, die in die Fersen der Pferde beißt, so dass der Reiter rückwärts hinunterfällt. Benjamin wird wie ein beutegieriger Wolf sein; am Morgen wird er seine Beute verschlingen und in der Nacht wird er die Beute zerteilen.“ Hatte das prophetische Auge auf den amerikanischen Ureinwohnern geruht? Es scheint, als hätte kein Bild genauer sein können.

  1. Dass sie etwas haben, das den antiken Städten der Zuflucht entspricht, scheint ihre israelitische Herkunft zu bekunden. Mr. Adair hat ihre Stadt der Zuflucht angedeutet. Obwohl dieses Argument so überzeugend ist (kein anderes Volk auf der Erde hatte etwas Derartiges, außer die alten Hebräer und die Indianer), soll der Leser über diese Sache noch genauer informiert werden. Über einen dieser Zufluchtsorte sagt Mr. Boudinot: „Die Stadt der Zuflucht, die Choate genannt wird, befindet sich an einer breiten Strömung des Mississippi fünf Meilen oberhalb der Stelle, wo früher das Fort London stand. Hier wurde vor einigen Jahren ein tapferer Engländer beschützt, der bei der Verteidigung seines Besitzes einen indianischen Krieger tötete. Er sagte Mr. Adair, dass er, nachdem er sich einige Monate an diesem Zufluchtsort aufgehalten hatte, dass er beabsichtigte, zu seinem Haus in der Nachbarschaft zurückzukehren, aber die Häuptlinge sagten zu ihm, dass es sich für ihn als tödlich erweisen würde. Also war er gezwungen, weiterhin dort zu verweilen, bis er die Freunde des Verstorbenen durch seine Anwesenheit zu ihrer Zufriedenheit besänftigt hätte. „Im oberen Land der Muskagee (sagt Doktor Boudinot) gab es eine alte geliebte Stadt, die Koosah genannt wird – die ein Ort der Sicherheit für diejenigen ist, die unbeabsichtigt töteten.“

    In fast jeder Indianernation (fügt er hinzu) gibt es mehrere friedliche Städte, die alte, geliebte, heilige oder weiße Städte genannt werden. Selbst die ältesten Menschen erinnern sich nicht, dass in ihnen jemals Blut vergossen wurde, obwohl sie oft Personen fortzwangen und woanders töteten.“ Wer kann dies lesen und nicht vom Ursprung dieser indianischen Tradition überzeugt sein?

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    Bartram informiert: „Wir kamen in der Stadt Apalachnela im Volk der Creek an. Diese wird als Mutterstadt angesehen, die dem Frieden heilig ist. Es wurden keine Gefangenen getötet und es wurde auch kein menschliches Blut vergossen.“

    Adair versichert uns, dass die Cherokee, obwohl sie äußerst verderbt waren, dennoch die Gesetze der Zuflucht peinlich beachteten, so dass damals sogar der vorsätzliche Mörder sicher war, während er sich darin aufhielt. Aber sobald er den Ort verließ, war er schutzlos und musste mit dem Tod rechnen.

    In einer Mitteilung von Rev. Mr. Pixley, Missionar der Great-Osage-Mission, an das Ausländersekretariat vom 25. Juni 1824 sagt er unter anderem: „Es gibt unter den Indianern die Cheshoes, eine Klasse, deren Hütten als heilig betrachtet werden in Bezug auf Fremde und Feinde, die ihren Weg hinein finden können, was der antiken Stadt der Zuflucht nicht unähnlich ist.

    Die gut bekannte Charaktereigenschaft der Indianer, dass sie jemanden verfolgen werden, der einen ihrer Freunde getötet hat, so lange es einen Rächer für die Bluttat gibt, ist offensichtlich. Dies hat in der Erlaubnis, die dem Rächer des Blutes im Staat Israel gegeben wurde, seinen Ursprung und wird in solch einem Ausmaß wahrscheinlich in keinem anderen Volk gefunden.

  1. Die Vielfalt der Überlieferungen, historisch und religiös, passt wunderbar zu der Vorstellung, dass sie von den antiken Zehn Stämmen abstammen. In Ermangelung von Büchern und Buchstaben haben die Indianer ihre Traditionen auf folgende Weise weitergegeben. Ihre ruhigsten und viel versprechendsten jungen Männer werden von einigen unter ihnen ausgewählt, die sie ihre geliebten oder weisen Männer nennen, die erwählt worden waren, als sie an der Reihe waren. Diesen geben sie ihre Überlieferungen weiter, die sorgfältig bewahrt werden. Die stehen für historische Seiten oder religiöse Bücher.

    Einige dieser indianischen Traditionen sollen hier so dargelegt werden, wie sie von guten Autoritäten übermittelt wurden. Verschiedene Schreiber stimmen überein, dass die Eingeborenen ihre historischen Überlieferungen darüber haben, wie und warum ihre Väter in dieses Land kamen, was mit dem Bericht übereinstimmt, der in Esdras gegeben wird, nämlich wie sie das Land Media verließen und in ein Land im Nordosten in einer Entfernung einer Reise von

     

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    1 ½ Jahren gingen. M'Kenzie gibt folgenden Bericht über die Chepewyan-Indianer weit im Nordwesten. Er sagt: „Sie haben unter ihnen auch eine Überlieferung, dass sie ursprünglich aus einem Land kämen, das von sehr bösen Leuten bewohnt war, und dass sie einen großen See überquerten, der an einer Stelle schmal, seicht und voller Inseln war, wo sie viel Elend erduldeten, da dort immer Winter war, mit Eis und tiefem Schnee. Am Copper-Mine-Fluss, wo sie zum ersten Mal Land unter die Füße bekamen, war der Boden mit Kupfer bedeckt, über das sich seitdem eine Schicht Erde, so hoch wie ein Mann, gesammelt hat.“ Doktor Boudinot spricht über diese Überlieferung unter den Indianern. Einige nennen dieses behindernde Wasser einen Fluss und einige einen See. Und er versichert uns, dass die indianische Überlieferung sagt, „dass neun Zehntel ihres Volkes den Fluss überquerten, aber der Rest sich weigerte und zurückblieb“. Einige berichteten, wie sie hinübergelangten, andere nicht. Welch eine eindrucksvolle Beschreibung darüber, wie die Eingeborenen auf diesen Kontinent gelangten, finden wir hier, nämlich von Nordostasien her zur Behringstraße! Diese Straße, so sind sich alle einig, ist zu dieser Zeit weniger als 40 Meilen breit und sie hat sich ohne Zweifel ständig verbreitert. Doktor Williams sagt in seiner Geschichte Vermonts, dass sie nur 18 Meilen breit ist. Wahrscheinlich war sie vor 2500 Jahren nicht halb so breit. Und sie war voller Inseln, versichern uns die indianischen Überlieferungen. Viele dieser Inseln mögen inzwischen weggewaschen worden sein, wie die indianische Überlieferung sagt: „Das Meer frisst sie auf“, wie es bei Dr. Boudinot heißt.

    Andere Stämme versichern uns, dass ihre entfernten Väter auf ihrem Weg in dieses Land an einen großen Fluss kamen, den sie überqueren könnten“. Hier finden wir eine überlieferte Vorstellung unter den Indianern, dass Gott vor alters Flüsse vor ihren Vorfahren her austrocknen ließ. Ihre Väter gelangten irgendwie über die Behringstraße. Und da sie eine Überlieferung von Flüssen hatten, die vor ihren Vätern her ausgetrocknet wurden, bezogen sie sie auf dieses Ereignis. Diese Straße könnte, nachdem Israel durch sie aufgehalten worden war, in den Engen zwischen den Inseln zugefroren gewesen sein, oder sie könnten

     

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    mit Kanus oder anderen Mitteln hinübergelangt sein. Die Eingeborenen dieses Landes, mögen sie sein, wer sie sind, kamen tatsächlich auf diesem Kontinent an, und sie müssen wahrscheinlich über diese Straße gekommen sein. Und dies könnte von Israel, wie auch von jedem anderen Volk vollbracht worden sein.

    In Bezug auf ihre Überlieferung, dass sie dort ankamen, wo es eine Fülle an Kupfer gab, so ist es eine Tatsache, dass es an oder in der Nähe der Berhingstraße einen Ort gibt, der Copper Island [Kupferinsel] genannt wird, wegen der riesigen Mengen dieses Metalls, die dort gefunden wurden. In Grieves Geschichtsbericht werden wir informiert, dass Kupfer dort die Küste reichlich bedeckt, so dass man Schiffe mit Leichtigkeit damit beladen könnte. Das geographische Lexikon spricht darüber und dass 1770 ein Versuch unternommen wurde, dieses Kupfer zu fördern, aber dass sogar im Juli das Eis so mächtig war und es weitere Schwierigkeiten gab, so dass man das Unternehmen aufgab. Hier fanden also die Ureinwohner ihren Weg in dieses Land und überlieferten das Wissen von diesem Ereignis.

    Doktor Boudinot vermittelt uns glaubwürdig, dass die Indianer eine Überlieferung haben, „dass das Buch, das die Weißen haben, einmal ihres war, dass die Dinge mit ihnen gut liefen, während sie dieses Buch hatten. Sie gediehen prächtig, aber andere Völker nahmen es ihnen weg, so dass die Indianer ihr Ansehen verloren, den Großen Geist beleidigten und stark unter den benachbarten Ländern zu leiden hatten; und dann hatte der Große Geist Mitleid mit ihnen und führte sie in dieses Land.“ Es kann keinen Zweifel darüber geben, dass Gott sie tatsächlich durch seine besondere Vorsehung in eine einsame Region der Welt führte, aus den Gründen, die wir schon angeführt haben.

    M'Kenzie fügt folgende Berichte des Chepewyan-Volkes hinzu: „Sie glauben auch, dass ihre Vorfahren in alter Zeit so lange lebten, bis ihre Füße vom Gehen und ihre Kehlen vom Essen verbraucht waren. Sie beschreiben eine Flut, als die Wasser sich über die ganze Erde ausbreiteten, mit Ausnahme der höchsten Berge, auf deren Gipfeln sie überlebten.“ Diese Überlieferung von der Langlebigkeit der Alten und von der Flut muss vom Wort Gottes im alten Israel herstammen.

     

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    Abbe Clavigero versichtert uns, dass die Eingeborenen Mexikos eine Überlieferung hatten, dass „es eine große Flut gab, und Tepzi mit seiner Frau und seinen Kindern und vielen Tieren ein Schiff bestieg, um sich vor dem Ertrinken zu retten, dass er, als die Wasser zurückgingen, einen Vogel hinausschickte, der draußen blieb, um tote Körper zu fressen. Dann schickte er einen kleinen Vogel hinaus, der mit einem kleinen Zweig zurückkehrte.“

    Doktor Beatty sagt, dass ein Indianer in Ohio informierte, dass eine Überlieferung folgende war: „Einst hatten die Wasser das gesamte Land überflutet und alle Menschen ertränkt, die damals lebten, mit Ausnahme einiger weniger, die ein großes Kanu bauten und gerettet wurden.“

    Dieser Indianer fügte Dr. Beatty gegenüber hinzu, dass „vor langer Zeit die Menschen sich daran machten, einen hohen Ort zu bauen, dass sie, während sie bauten, ihre Sprache verloren und sich nicht mehr verstehen konnten.“

    Doktor Boudinot versichert uns, dass zwei Geistliche aus seiner Bekanntschaft ihn informierten, dass die Indianer sie informierten, während sie sich unter den Indianern (die nie einen weißen Mann sahen) weit weg in Richtung Mississippi befanden, dass eine ihrer Überlieferungen darin bestand, dass sie vor langer Zeit einen gemeinsamen Vater hatten, der die anderen Menschen unter sich hatte, dass er 12 Söhne hatte, durch die er seine Regierung ausübte; aber die Söhne, die sich schlecht benahmen, verloren die Regierung über die anderen Menschen. Die beiden Geistlichen nahmen dies als eine ziemlich beweiskräftige Überlieferung über Jakob und seine zwölf Söhne an.

    Mr. Adair informiert, dass die südlichen Indianer eine Überlieferung haben, dass ihre Vorfahren einst eine „geheiligte Rute“ hatten, die im Laufe einer Nacht austrieb“, was eine Überlieferung über Aarons Stab zu sein scheint.

    Verschiedene Überlieferungen der Indianer weisen überzeugend auf ihre hebräische Herkunft hin. Dr. Beatty Informiert über ihr Fest, das sie Jägerfest nennen, das, so denkt er, dem Pfingstfest im alten Israel entspricht. Er beschreibt es wie folgt:

    Sie wählen zwölf Männer aus, die für zwölf Hirsche sorgen. Jeder der zwölf Männer schneidet einen jungen Baum. Aus diesem formen sie ein Zelt, das mit Decken abgedeckt wird. Dann wählen sie zwölf Steine für einen Opferaltar aus. Einige Stämme, so bemerkt er, wählen nur zehn Männer, zehn Pfähle und zehn Steine aus. Hier scheint es eine offensichtliche Andeutung auf die zwölf Stämme zu geben, und auch auf eine gewisse Vorstellung von den zehn abgetrennten Stämmen Israels. Sie ließen nicht zu, dass ein Werkzeug an ihrem Altar benutzt wurde. In Israel durfte auch kein Werkzeug an dem Altar benutzt werden.

    Die Indianer weigern sich, so informiert Dr. Beatty, das mittlere Stück über der Hüfte ihres Wildes zu essen. So war es auch im alten Israel, nachdem der Engel die Höhlung von Jakobs Hüfte an der Sehne berührt hatte, die dann schrumpfte: Gen. 32:25, 31, 32. „Kurz gesagt (sagt Dr. Beatty), ich war erstaunt darüber, das so viele jüdische Bräuche unter ihnen überlebt hatten, und ich begann daraus zu schließen, dass es zwischen ihnen und den Juden eine Verbindung gab.“

    Col. Smith sagt in seiner Geschichte New Jerseys über eine andere Religion der Indianer: „Sie essen niemals von der Höhlung der Hüfte von allem, was sie töten.“ Charlevoix, der über die Indianer noch weiter nördlich spricht, sagt, dass er Leuten begegnete, die nicht anders konnten als zu denken, dass die Indianer Nachkommen der Hebräer wären, und sie fänden in allem eine Verwandtschaft zu ihnen. Er erwähnt einige Dinge, wie die Vernachlässigung des Gebrauchs von Messern bei bestimmten Mahlzeiten, wie das Nichtzerbrechen von Knochen des Tieres, das sie essen, und dass sie niemals den Teil unter dem unteren Gelenk der Hüfte essen, sondern ihn wegwerfen. So waren ihre Traditionen von ihren alten Vätern her. Andere Reisende unter ihnen sprechen von ihrem besonderen Abendessen, bei dem kein Knochen ihres Opfers gebrochen werden darf. Ebenso durfte kein Knochen des Passah-Lammes im alten Israel gebrochen werden, das abends gegessen wurde.

    Verschiedene Männer, die Augenzeugen gewesen waren, sprechen davon und von anderen Festen, die den Festen in Israel ähneln und sie erzählen uns in Bezug auf diese besonderen abendlichen Festmahle, dass eine benachbarte Familie eingeladen wird, wenn sie nicht alles essen können, was sie zubereitet haben, und wenn immer noch etwas davon übrig bleibt, muss es vor dem nächsten Sonnenaufgang verbrannt werden. Niemand, der das Passah-Gesetz liest, kann an dem Ursprung des obigen Zweifeln.

    Einer meiner christlichen Freunde informierte mich, dass er vor einiger Zeit in einem Buch, das er jetzt nicht benennen

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    kann, den Bericht eines Mannes las, der in Quebec bei der Verteidigung Montgomerys gefangen genommen wurde, wie er von den Indianern weit in den Nordwesten gebracht wurde und von einem Festmahl, das sie abhielten, bei dem jeder in einer Schale seine Portion hatte, dass er aufgefordert wurde, sehr vorsichtig zu sein, damit er keinen Knochen verletzte, dass jeder seine Schale leer essen musste, oder er müsste das, was übrig blieb, auf einem Feuer verbrennen, das für diesen Zweck in der Mitte brannte. Den Zweck dieses Festmahls kannte er nicht.

    Der Sekretär des Amerikanischen Ausschusses der Beauftragten für Ausländische Missionen sagt in einem Brief an den Schreiber dieser Betrachtungen: „Ein Offizier der britischen Armee, der in Halifax stationiert war, ist in dieser Saison (1823) in Boston gewesen und ich bin informiert worden, dass er eine starke Überzeugung zum Ausdruck gebracht hat, dass die Indianer israelitischer Abstammung sind. Er leitet seine Meinung von dem ab, was er von den Indianern selbst gesehen und erfahren hat.“

    Der Rev. Mr. Frey, der berühmte jüdische Prediger und Agent für die American Meliorating Society informierte den Schreiber dieser Seiten, während er View of the Hebrews las und die Haltung, nämlich dass die amerikanischen Indianer die Zehn Stämme sind, anderen gegenüber gut hieß, dass er eine Broschüre besaß, die vom Earl von Crawford und Linsey (England) geschrieben wurde, mit dem Titel „Die Zehn Stämme“. Hierin gibt der Autor verschiedene Gründe an, warum er überzeugt ist, dass die amerikanischen Indianer die Nachkommen der Zehn Stämme sind. Der Earl war ein britischer Offizier in Amerika während des Revolutionskrieges und war mit den Indianern sehr vertraut. Und seine Argumente dafür, dass sie genau das Israel sind, begründen sich auf dem, was er selbst beobachtete und in Erfahrung brachte, während er sich unter ihnen befand. Die Broschüre war für Mr. Frey zur Zeit nicht zugänglich. Der Schreiber bedauert, dass er auf dieses Dokument keinen Zugriff haben konnte, bevor diese Ausgabe in Druck ging.

    Die Indianer haben ihre Feste der ersten reifen Früchte oder des grünen Getreides und werden von ihrem Korn nichts essen, bis ein Teil davon Gott gegeben worden ist. Die berühmten Penn, Mr. Adair und Col. Smith und andere sind sich in ihren Aussagen einig. Auf diesen indianischen Festen haben sie ihre heiligen Gesänge und Tänze, sie singen Hallelujah, Yohewah in Silben, die sich zu diesen Wörtern zusammensetzen lassen.

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    Welches andere Volk außer den Hebräern und Indianern versuchte je auf diese Weise Jehovah anzubeten? Der Autor des „Star in the West“ sagt: „Sollten wir nicht annehmen, dass diese Indianer früher nicht die Psalmen und göttliche Hymnen verstanden? Wie kommt es sonst, dass einige von all den Bewohnern der ausgedehnten Gebiete Nord- und Südamerikas diese sehr ausdrucksreichen hebräischen Wörter haben und bewahren und so deutlich wiedergeben und sie nach der Weise der Hebräer bei ihren religiösen Ausrufen verwenden?“

    Das indianische Erntefest und die jährliche Sühnung der Sünde wird von diesen Schreibern beschrieben, und auf eine Weise, die die Überzeugung aufzwingt, dass sie vom antiken Israel abstammen. Einzelheiten werden im Star in the West aufgeführt. Meine begrenzten Möglichkeiten werden nur den Hinweis darauf zulassen. Die detaillierten Beweise sind es aber wert, gründlich gelesen zu werden.

    Es wird ein tägliches indianisches Opfer beschrieben. Sie werfen einen kleinen Teil vom fettesten Teil ihres Fleisches ins Feuer, bevor sie es essen. Sie ziehen ihr frisch erlegtes Wildbret durchs Feuer. Oft verbrennen sie das Blut. Bei ihnen ist es eine schlimme Abscheulichkeit, das Blut ihres Wildes zu essen. Dies war ein hebräisches Gesetz.

    Ein oder zwei besondere Feste sollten erwähnt werden. Doktor Beatty gibt einen Bericht über das, was er unter den Indianern nordwestlich des Ohio sah. Er sagt: „Bevor sie irgendeine Feldfrucht aus dem Boden verwenden, treffen sich zwölf ihrer alten Männer, und es wird ein Hirsch und einiges von den ersten Früchten besorgt. Der Hirsch wird in zwölf Teile geteilt und das Korn wird in einem Mörser zerstoßen und durch Kochen oder Backen unter der Asche zubereitet, und natürlich ungesäuert. Dieses wird ebenfalls in zwölf Teile geteilt. Dann halten diese (zwölf) Männer das Wildbret und die Früchte hoch und beten, ihr Gesicht nach Osten gerichtet, wodurch sie sich für die Fülle Gottes für sie erkenntlich zeigen (wie man vermutet). Dann wird es gegessen. Danach genießen sie zwanglos von den Früchten der Erde. Am Abend desselben Tages (fügt der Doktor hinzu) halten sie ein weiteres öffentliches Festmahl ab, das wie das Passahmahl aussieht. Eine große Menge Wildbret wird aufgeboten und andere Dinge in ihrer üblichen, natürlichen Umhüllung

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    werden an alle Gäste verteilt, und sie essen an jenem Abend freizügig davon. Aber das, was übrig bleibt, wird ins Feuer geworfen und verbrannt, da nichts davon vor Aufgang der Sonne am nächsten Tag übrig bleiben darf, auch darf kein Knochen vom Wildbret zerbrochen werden.“

    Mr. Boudinot sagt: „Den alten Händlern (unter den Indianern) ist es frisch in Erinnerung, wie uns von denen versichert wird, die lange Zeit unter ihnen gelebt haben, dass früher keines der zahlreichen Indianervölker nichts von der neuen Ernte essen oder nicht einmal anrühren würden, bis etwas davon auf der jährlichen Feier durch den geliebten Mann (Hohenpriester) oder durch jene, die er in dieser Ansiedlung bestimmt hat, dargebracht worden war, obwohl die schlechte Ernte des letzten Jahres sie fast gezwungen hätte, ihren Frauen und Kindern von der reifenden Frucht zu geben, um sie am Leben zu erhalten.“ Wer, der das Gesetz Moses liest, kann an den Ursprung dieser indianischen Traditionen zweifeln?

    Den Hebräern war es geboten, ihr Passahmahl mit bitteren Kräutern zu essen – Exod. 12:8. Die Indianer haben einen bemerkenswerten Brauch, sich mit bitteren Kräutern und Wurzeln zu reinigen. Ihre Festmahle beschreibend sagt der Schreiber: „Am Ende des bemerkenswerten Tanzes gehen die geliebten Frauen nach Hause, um sich mit dem Festmahl zu beeilen. In der Zwischenzeit trinkt jeder am Tempel reichlich Cussena und andere bittere Flüssigkeiten, um ihre sündigen Körper, wie sie annehmen, zu reinigen.“

    Die traditionelle Vorstellung der Indianer spielt deutlich auf den Tod Abels durch die mörderische Hand Kains an, genauso wie eine auf die Langlebigkeit ihrer alten Ahnen anspielt.

    Ausgiebigere Berichte werden von einigen dieser Autoren über den Archi-magus der Indianer – ihren Hohenpriester – gegeben. Wie der Hohepriester in Israel durch verschiedene Zeremonien und durch Salbung in sein Amt eingeführt wurde, so wird auch der indianische Hohepriester durch Reinigung und durch Salbung in sein Amt eingeführt. Wenn ihm die heiligen Gewänder angelegt werden, wird Bärenöl auf sein Haupt gegossen. Und es wird erklärt, dass die verschiedenen Schmuckstücke, die die Hohenpriester tragen, denen der antiken Hohenpriester ähneln, und es gibt sogar eine Ähnlichkeit zur Brustplatte. Diese Männer

    weiter

 
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