KAPITEL X.

KAPITEL X.

 

MILITÄRISCHE VORKEHRUNGEN, VERGNÜGUNGEN, BRÄUCHE & AUSDEHNUNG DER KAISERREICHE

 

Die Bräuche & Vergnügungen einer Nation zeigen den Zustand der Gesellschaft, der unter einem Volk herrscht. Als die beiden Kaiserreiche von Sciota & Kentuck ihre neue Karriere nach dem Plan begonnen hatten, der von Lobaska ausgearbeitet war,

 

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nahmen sie folgenden als wahren Grundsatz an, nämlich dass es, um Krieg zu vermeiden, notwendig war, ständig darauf vorbereitet zu sein. Es war die weise Politik der beiden Regierungen, solche militärischen Vorkehrungen zu treffen, um nie von einem Feind unvorbereitet überrascht zu werden. In jeder Stadt und in jedem Dorf wurde vom Volk verlangt, für militärische Geräte zu sorgen & sie an einem sicheren Ort zu lagern. Diese Magazine sollten eine ausreichende Menge an Waffen & Kriegsgeräten enthalten & jeden Mann ausstatten, der in der Lage wäre, Waffen zu tragen mittellos wäre. Damit jeder Mann ausreichend Fertigkeiten hätte, um sie zum Vorteil anzuwenden, wurden große Schmerzen auf sich genommen, um ihn vorzubereiten, indem man ihm die Kriegskünste lehrte.

Die Kenntnis über militärische Taktiken, wie sie sie damals erreichbar waren, wurde genauso unter dem Volk verbreitet. Von jungen Männern von sechzehn bis fünfundzwanzig Jahren wurde gefordert, viermal im Jahr das Übungsfeld aufzusuchen & während jeder Zeit sechzehn Tage mit dem Erlernen der militärischen Kunst zu verbringen & Befestigungsanlagen zu bauen. Und von körperlich sehr befähigten Männern wurde verlangt, dass sie acht Tage in jedem Jahr mit derselben Beschäftigung zubringen.

Infolge dieser Regulierung bestand eine Rivalität zwischen den verschiedenen Sektionen des Imperiums, um sich gegenseitig in Fertigkeit & Gewandtheit bei ihren militärischen Manövern zu übertreffen. Daher war es in jedem Teil des Landes ein allgemeiner Brauch, dass sich verschiedene Körperschaften von Männern einmal im Jahr trafen, um sich in Scheinschlachten zu verwickeln um ihren Fortschritt in der Kriegskunst zur Schau zu stellen. Es wurden denjenigen Prämien gegeben, die die größten Experten waren im Schießen des Pfeiles oder im Umgang mit dem Speer & dem Schwert. Ihre Vergnügungen waren im Allgemeinen athletischer Art, um ihre Beweglichkeit & Kraft zu verbessern & sie als Krieger vorzubereiten.

 

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Ringkampf, Schleudern & Werfen von Steinen auf Ziele, Springen über Gräben & Zäune & Klettern auf Bäume & über Abgründe waren einige ihrer beliebtesten Zeitvertreibe. Und da sie große Schmerzen auf sich nahmen, um sich in diesen Übungen zu vervollkommnen, würde es Beobachter aus anderen Nationen in Erstaunen versetzen, den Fortschritt zu bemerken, den sie gemacht hatten, & die Kunststücke der Beweglichkeit & Kraft, die sie zu Tage legten.

Andere Zerstreuungen, die nicht dazu geeignet waren, sie für den Krieg fit zu halten, wurden selten praktiziert, außer in der Gesellschaft von Frauen, und durch ihre Religion in gesellschaftlichen Tugenden belehrt, bekundeten sie eine große Achtung vor den Rechten des anderen Geschlechts & sie behandelten sie immer mit Aufmerksamkeit, Höflichkeit & Zärtlichkeit. Daher war es seltsam zu beobachten, wie sie wenn sie in Gesellschaft von Frauen waren mit Leichtigkeit den Krieger die rauhe & kühnen Haltung des kühnen Kriegers gegen das gefällige & sanfte Verhalten des liebevollen Kavaliers auswechselten. Die Vergnügungen, die dem weiblichen Sinn gefielen, gefielen den Männern gleichermaßen, wann immer sie ihre gesellschaftlichen Treffen zur Erholung hatten. Diese Treffen fanden häufig unter der jüngeren Klasse der Bürger statt, ob verheiratet oder ledig. Verschiedene Arten der Unterhaltung wurden häufig zu solchen Zeiten für ihre gegenseitige Unterhaltung vorgeführt, aber was den hervorragendsten Platz einnahm, war das Tanzen. Aber ihre Art des Tanzens war anders als die der polierten Europäer. Anmut & leichte Haltung konnte man in ihren Bewegungen nicht so sehr studieren wie Lebendigkeit & Behendigkeit & jene Musik, die die größte Zurschaustellung der Betriebsamkeit & Lebendigkeit gestattete, war im Allgemeinen die beliebteste Mode. Daher waren diejenigen, deren Körper für die schnellsten Bewegungen geformt waren, die am meisten Bewunderten, wenn sie mit der Musik den Takt hielten. In kleinen Zusammenkünften war es Mode, sich

 

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mit dem Spiel mit Pergamentstücken zu amüsieren. Dies nannten sie das Vogelspiel. Jedes Stück hat eine ovale Form & eine passende Länge und Breite & auf jedem ist die Gestalt eines Vogels abgebildet. Alle Raubvögel, die sie kannten, haben die Ehre, auf diesen Pergamentstücken dargestellt zu werden. Auf den anderen Stücken werden andere Vögel verschiedener Art dargestellt. Die gesamte Anzahl von Stücken beläuft sich auf sechzig. Diese werden gemischt zu einem Päckchen angeordnet & an die Gruppe der Spieler ausgeteilt, die nicht mehr als sechs sind. Die Person also, die die größte Anzahl von Raubvögeln durch geschicktes Handeln hat, kann die größte Anzahl anderer Vögel fangen & somit den Sieg erringen.

Während dieser Zusammenkünfte der verschiedenen Geschlechter & selbst beim allgemeinen Umgang miteinander sind sie immer sehr fröhlich & gesellig & legen oft jene Zärtlichkeit & Vertrautheit an den Tag, die in Europa als auf einen lüsternen Charakter hinweisend betrachtet würden, aber in diesem Land werden sie als gute Manieren angesehen. Nichts Unanständiges, nichts Ungebührliches oder Unbescheidenes entsprechend ihren Vorstellungen über die Bedeutung dieser Begriffe sind in der Gemeinschaft zulässig & absolute Lüsternheit würde auf den ernstesten Verweis stoßen. Wenn ein junger Mann wünscht, sich im Familienstand niederzulassen, dann verkündet er es durch das Tragen einer roten Feder in seiner Kappe. Dies wird als Warnung an die jungen Frauen betrachtet, die ihn nicht als Ehemann empfangen wollen, seine Gesellschaft zu meiden, während diejenigen, deren Neigungen ihm gegenüber günstiger sind, seine Aufmerksamkeiten zulassen. Aus dieser Zahl wählt er eine als Ziel seiner Annäherungsversuche aus. Er erreicht ein Zusammentreffen & macht ihr den Hof. Wenn der Antrag ihren Wünschen entspricht, vereinbaren sie einen Zeitpunkt, wann sie ihren Eltern die Angelegenheit bekannt machen werden, und

 

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wenn ihre Zustimmung gewonnen ist, dann ist es ihm gestattet, sie in sechzig Tagen zehn Mal zu besuchen. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Ehevertrag abgeschlossen sein. Andererseits muss es eine endgültige Beendigung der Werbezei oder eine Aufschiebung der Werbezeit um ein Jahr geben oder sonst sind die Parteien während der Aufschiebung frei zu. Aber wenn die Parteien aneinander Gefallen haben, ist der Vertrag geschlossen & die Zeit für die Zeremo Durchführung der Hochzeitszeremonien wird festgelegt. Es wird für Unterhaltung gesorgt, Freunde werden eingeladen & der Bräutigam & die Braut präsentieren sich in ihrer besten Kleidung. Die Gesellschaft bildet einen Kreis & sie nehmen ihren Platz in der Mitte ein. Der Vater der Braut spricht. Für welchen Zweck präsentiert ihr euch? Sie antworten: Um die Hände zur Ehe zu vereinen. Unsere Herzen sind schon vereint & wir haben ein feierliches Vertrag Bündnis geschlossen, aneinander treu zu sein. Die gesamte Gesellschaft erklärt dann: „Euch werden Segnungen begleiten, wenn ihr ihn erfüllt, aber Flüche, wenn ihr übertretet.“ Dann werden sie in zu einem Baumstamm geleitet, um den herum ein Seil befestigt ist. Der Bräutigam nimmt das eine Ende des Seils & die Braut das andere & auf ein Kommando, den Stamm in das Haus zu ziehen, ziehen sie mit aller Kraft in entgegengesetzte Richtungen. Nachdem sie sich einige Zeit zum großen Vergnügen der Gesellschaft sinnlos abgeplagt haben, treten die Eltern beider Parteien hervor und gebieten ihnen, nachdem sie ihnen einen ernsten Verweis gegeben haben, in dieselbe Richtung zu ziehen. Sie gehorchen auf der Stelle & der Stamm wird mit Leichtigkeit an den vorgesehenen Ort gezogen. Die übrige Zeit wird in großer Heiterkeit & Belustigung verbracht. Sie nehmen an der Unterhaltung teil & schließen mit üblichen Vergnügungen. Der Bräutigam & die Braut wünschen nun, selbst eine Familie zu gründen. Wenn die Eltern

 

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ausreichend dazu in der Lage sind, statten sie sie mit einem gemütlichen Haus & solchen Möbeln aus, die für familiären Gebrauch erforderlich sind & mit solchen anderen Gütern, die sie benötigen, um ein behagliches Leben führen zu können. Aber wenn ihre Eltern arm sind, bekommen sie ein Almosen & Beiträge von Verwandten & Nachbarn & werden in die Lage versetzt, dass sie mit angemessenem Fleiß & mit Sparsamkeit oberhalb der Armutsgrenze leben leben & sich annehmbar am Leben erfreuen können. Zu dem Zeitpunkt, an dem sie ihren neuen Wohnplatz betreten, werden sie von Priestern & von ihren Verwandten & Freunden begleitet. Sie knien in der Mitte des Raumes nieder & der Priester legt seine rechte Hand auf den Kopf des Bräutigams & seine linke auf den Kopf der Braut. Nachdem er auf feierlichste Weise die verschiedenen Pflichten des Ehestandes erklärt & anbefohlen hat, schließt er seine Verfügung mit folgenden Worten: „Meine lieben Kinder, ich bitte euch inständig, während ihr euren eigenen Frieden & euer eigenes Glück in Betracht zieht, während ihr wünscht, Wohlstand & Achtung zu erwerben & ein Beispiel zu setzen, das nachahmenswert ist, dass ihr, da ihr jetzt unter einem Joch verbunden seid, in dieselbe Richtung zu ziehen. Dann erheben sie sich & er übergibt jedem von ihnen ein Stück Pergament, auf dem geschrieben steht: Zieht in dieselbe Richtung. Alle Pflichten des ehelichen Standes sind nach ihrer Meinung in dieser Verfügung Anweisung zusammengefasst.

Da die Priester & die Zensoren wachsam & sorgsam darin waren, darum zu bitten, dass Eltern darauf achten, die Laster ihrer Kinder zu beherrschen & sie in der Kenntnis über ihre religiösen Grundsätze zu unterweisen, waren die Auswirkungen sehr deutlich sichtbar.

Da sie früh belehrt wurden, ihre Leidenschaften zu unterdrücken zu beherrschen & die Ausübung von Tugend als ihr größtes Gut anzusehen, war es im Allgemeinen der Fall, dass Freundschaft & Harmonie

 

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in den Familien existierten. & wenn Eltern von ihren Kindern mit großer Zärtlichkeit & großem Respekt behandelt wurden.

Eltern legten eine besorgte Bemühung für die zukünftige Wohlfahrt & Achtbarkeit ihrer Kinder zutage & im Gegenzug behandelten Kinder ihre Eltern mit Respekt & Ehrfurcht. Auch ließen sie sie im Alter nicht im Stich, sondern zahlten sorgten großzügig für ihren Unterhalt &.

Aber wir sollten nicht annehmen, dass in den tugendvollsten Zeiten der Nation alle tugendhaft waren. Weit davon entfernt. Aber mit solcher Genauigkeit wurden die Gesetze angewendet, in Zustand der Nation, in dem sie am meisten gediehen, dass Laster & Gottlosigkeit nur wenige Vertreter hatten & die Bösen sich ihres eigenen Charakters schämten. Obwohl jedes Laster durch Gesetz verboten war, waren dennoch die Strafen nicht streng. Allein Mord wurde mit dem Tod bestraft. Was die anderen Gesetze betrifft, so waren sie darauf ausgerichtet, Stolz & Neigungen des Übertreters zu verletzen & Scham und Bedauern zu erzeugen. Ehebruch wurde wird dadurch bestraft, dass der Schuldige gezwungen wird, ein Paar Elchgeweihe sechs Wochen lang auf seinen Schultern zu tragen & und einmal am Tag durch die Stadt oder das Dorf zu spazieren, während die Jungen die Freiheit haben, ihn mit faulen Eiern zu bewerfen. Der Dieb wird gezwungen reichlich Ersatz zu leisten. Für den dritten Verstoß wird er mit Teer & Federn bedeckt & als Spektakel zum Gelächter & Gespött zur Schau gestellt. Schläger und Boxer werden, wenn sie für den Kampf gleichermaßen schuldig sind, mindestens für einen Tag mit einem Joch zusammengebunden & in dieser Position werden sie den Blicken der Menge ausgesetzt. Sie müssen das Joch so lange tragen, bis der Streit gelegt ist. Das Wesen ihrer Strafgesetze war derartig & die Genauigkeit der Vollstreckung der Strafen an den Übertretern, dass es in diesem Land weit weniger häufig Verbrechen gab als in Europa, wo die Gesetze strenger sind & Übertreter der Strafe öfter entgehen. Obwohl Bildung, Zivilisation & Veredelung nicht jenen Stand der Vollkommenheit erreicht hatten,

 

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der in einem großen Teil des römischen Imperiums existierte, waren die beiden Kaiserreiche von Sciota & Kentuck während der langen Periode des Friedens & des Gedeihens nicht weniger glücklich. Da Luxusgüter und Extravaganzen kaum unter dem allgemeinen Volk bekannt waren, war eine glückliche Gleichheit gab es daher eine große Ähnlichkeit in ihrer Art zu leben, sich zu kleiden, in ihren Gewohnheiten & Manieren. Es wurde kein Stolz aufgeblasen & mit enormem Reichtum eingebildet. Auch hatte der Neid keine Nahrung, um seinen Hass & seine Bosheit zu entfachen. Da die beiden Kaiserreiche kein Missfallen gegenüber dem Gedeihen & dem Glück des jeweils anderen hegten & die beiden Regierungen keinen Durst hatten auch nicht neidisch auf die Macht des anderen waren & da die Regierungen mit dem Durst nach Eroberung nicht infiziert waren, wehte in Folge dessen Frieden über ihren Olivenzweig & die bösen Leidenschaften schliefen. Habsucht & Korruption vergifteten nicht die regierenden Mächte, auch suchte Bestechung die Richterstühle nicht heim. Das Volk fühlte sich sicher beim Genuss ihrer Rechte & beim Wunsch Familien aufzuziehen, um an denselben Segnungen teilzuhaben, an denen sie sich erfreuten.

Wir können jetzt die Ursachen ihres Wachsens & Gedeihens auf eine Religion zurückverfolgen, die mächtige Motive lieferte, um Laster & Gottlosigkeit in Schranken zu halten & zur Tugend zu ermuntern, auf eine Verbreitung von einem hinreichenden Anteil an Bildung & Wissen, um das Volk zu befähigen, ihre Rechte zu verstehen & sich an den Annehmlichkeiten des gesellschaftlichen Umgangs zu erfreuen, auf die Gründung von politischen Einrichtungen, die Eigentum & Leben vor Unterdrückung, Ungerechtigkeit & Tyrannei beschützten, auf das Wissen, das das Volk über Landwirtschaft & Handwerkskünste erwarb & ihre Gewohnheit des Fleißes & der Sparsamkeit, auf das milde Wesen ihrer Gesetze & die Gewissheit, dass die Strafe an Übertretern vollzogen wird & auf solch eine Gleichheit an Besitz, dass sie den Stolz des Reichtums & die Verschwendung von Luxus verhinderte.

 

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Solchen Ursachen könnten das rasende Wachstum der Bevölkerung & die offensichtliche Zufriedenheit & die Glückseligkeit zugeschrieben werden, die sich auf jeden Teil des Landes der Imperien ausweiteten. Wir könnten ebenso den langen Frieden, der andauerte & den freundlichen Umgang, der zwischen den beiden wetteifernden Kaiserreichen herrschte, hinzufügen, ein Frieden, der für den Zeitraum von fast fünfhundert Jahren keine Unterbrechung hatte. Während dieser Zeit wurden ihre Dörfer & Städte stark vergrößert. Es wurden neue Ansiedlungen in jedem Teil des Landes geschaffen, der nicht bewohnt war & Städte eine sehr große Zahl von Städten wurde gebaut, die, was die Anzahl der Einwohner betrifft, jene übertrafen, die zur Zeit existierten, als ihre kaiserlichen Regierungen gegründet wurden. Ihre Ansiedlungen erstreckten sich über die gesamte Länge des großen Flusses Ohio bis zur Einmündung in den Mississippi & über das ganze Land an beiden Seiten des Ohio-Flusses, das von Bächen bewässert wird, die sich in ihn ergießen, und auch entlang der großen Seen von Eri & Michigan & es wurden sogar einige Ansiedlungen in einem Teil des Landes geschaffen, der an den See Ontario grenzt. So gewaltig war die Ausdehnung des Landes, das sie bewohnten & so fruchtbar war der Boden, dass mit Leichtigkeit Millionen ernährt & mit einer solchen Menge & solchem Auskommen an Lebensmitteln versorgt wurden, wie es für ihre Behaglichkeit & ihr Glück notwendig war.

Während der Zeit ihrer zunehmenden Größe & Ruhe führte ihre Politik sie dahin, dass sie ihr Land in jedem Teil befestigten, das Innere ebenso wie die Grenzen. Dies taten sie zum Teil für ihre eigene Sicherheit für den Fall, dass sich ein Krieg ereignen sollte & ein Feind einmarschieren sollte, & zum Teil, um ein Militär am Leben zu halten & einen kriegerischen Geist & die Kenntnis von militärischen Taktiken zu verbessern. In der Nähe jedes Dorfes und jeder Stadt errichteten sie Forts oder Befestigungsanlagen. Diese hatten im Allgemeinen eine ovale Form & entsprechend der Anzahl der Einwohner,

 

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die in der Stadt lebten, verschiedene Ausmaße. Die Wälle oder Mauern wurden aus Erde gebildet, die vor dem Fort entnommen wurde. Ein tiefer Kanal oder Graben wurde ebenso geschaffen. Dies würde noch die Schwierigkeit erhöhen, die Mauern an der Front zu übersteigen. Zusätzlich fügten sie Stöcke Balkenstücke auf der Oberkante der Wälle ein. Diese Stücke waren ungefähr vom Boden bis zur Spitze, die angespitzt war, sieben Fuß lang. Der Abstand zwischen jedem Stück war ungefähr sechs Zoll, durch den sie ihre Pfeile auf einen Feind schießen würden. Einige ihrer Befestigungsanlagen haben zwei Wälle, die parallel zu einander verlaufen und auf dieselbe Weise gebaut waren, mit einem Abstand zwischen ungefähr 10 oder 15 Metern. Ihre Tore sind stark & für die Verteidigung gut konstruiert. Innerhalb dieser Forts befinden sich ebenfalls eine Anzahl kleiner Häuser für die Unterbringung der Armee & der Einwohner für den Fall einer Invasion & ebenfalls ein Lagerhaus für die Aufnahme von Vorräten & Waffen. Ein Land, das so befestigt ist und so viele Millionen gesunde & robuste Bewohner hat, mit einer Verfassung, die für den Krieg geschaffen wurde, könnte man sehr wohl für fähig halten, sich gegen einen einfallenden Feind zu verteidigen. Wenn sie an der Grenze geschlagen würden, könnten sie sich immer noch zu den Festungen im Inneren zurückziehen & dort erfolgreich standhalten. Aber was nützt all die Weisheit, die Kunst & die Werke von Menschen, wenn der allmächtige Gott herausgefordert wird, sie zu züchtigen & seine Rache mit ihrem Sturz & ihrer Vernichtung zu vollstrecken?

 
Dies ist keine offizielle Seite der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sondern sie wird privat geführt und dient der Vertiefung des Hintergrundwissens über diese Kirche.
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